Traumberufe in Lippstadt

Arbeit über den Dächern

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Die Ausbildung mit
Spannung

Dachdeckermeister Ingmar Krinke über eine Zunft mit Zunkunft – die Dachdeckerzunft

Dachdeckermeister Ingmar Krinke hat im Interview über seinen Beruf und alles, was dieser so mit sich bringt, gesprochen. 
Von Helga Wissing

Das Dachdeckerhandwerk gilt bereits seit dem 13.Jahrhundert als eingetragene Zunft. Schieferhammer und Zirkel, die Embleme des Zunftzeichens, sind auch heute noch gängige Geräte im Arbeitsalltageines Dachdekkers. Traditionell hat dieser Berufsstand mit allem zu tun, was Gebäude wind- und wetterfest macht. Dazu zählt aber nicht nur das Hausdach, das dem Beruf den Namen gibt. Fassaden, Wände, Fenster und Abdichtungen gehören ebenfalls dazu. Tradition spielt auch für Dachdeckermeister Ingmar Krinke aus Lipperode eine große  Rolle. Das zeigt sich unter anderem darin, dass der 36-jährige Dachdecker- und Zimmerermeister bei seiner Arbeit die typische Zunftkleidung trägt. Wir haben mitihm über seinen ganz persönlichen Traumberuf gesprochen.

Was ist das Besondere am Dachdecker-Beruf?
Der Beruf ist sehr vielseitig. Man arbeitet mit verschiedenen Materialien und es gibt immer wechselnde Projekte. Man ist viel an der frischen Luft, bei Wind und Wetter. Kreativität ist auch gefragt. Beispielsweise wenn man bei einer schönen Gaubenverkleidung eigene Ideen miteinbringt. Ich lege großen Wert darauf, alte handwerkliche Fähigkeiten mit der modernen Technik zu verbinden.

Welche Voraussetzungen sollte man für eine Ausbildung mitbringen?
Dachdecker brauchen handwerkliches Geschick, gute mathematische Grundkenntnisse, und müssen körperlich fit und schwindelfrei sein. Man sollte auch soziale Kompetenz und Teamfähigkeit mitbringen. Kontakte mit Kunden, Architekten und dem Kollegen-Team gehören zum beruflichen Alltag. Ein guter Hauptschulabschluss sollte schon sein. Mir persönlich sind bei einem potentiellen Auszubildenden aber Engagement, Talent und Freude an der Arbeit wichtiger als schulische Noten.

Foto: Dachdeckerbetrieb Bücker

Wie gefährlich ist der Beruf des Dachdeckers?
Aufgrund der heutigen sicherheitstechnischen Standards längst nicht mehr so wie beispielsweise noch vor 20 Jahren. In unserem Betrieb wird Sicherheit großgeschrieben. Wichtig ist auch, dass man sich auf seine Kollegen verlassen kann. Hat der Beruf Zukunft? Er bietet einen sicheren Arbeitsplatz. Dächer werden wohl immer gebaut werden.Und die können nur von Hand erstellt werden. Maschinen oder Roboter  sind dafür ungeeignet. Außerdem gibt es gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch ein Studium ist nach der Meisterausbildung möglich.

Wie  sieht ein typischer Arbeitstag aus?
Morgens ab sieben Uhr geht’s im Betrieb los. Gearbeitet wird in der Regel acht Stunden. Die anfallenden Aufgaben sind ganz unterschiedlich. Unsere Leistungen gehen von der Eindeckung und Verkleidung von Dächern und Fassaden über Dämmarbeiten bis zur Montage von Photovoltaik und Solaranlagen. Entsprechend abwechslungsreich sind auch die Aufgaben, die an verschiedenen Tagen erledigt werden.

Wie verläuft die Ausbildung?
Die dreijährige duale Ausbildung wird im Handwerksbetrieb und in der Berufsschule absolviert. Im zweiten und dritten Jahr kommen zwei Blockunterrichtseinheiten von jeweils fünf Wochen hinzu. Außerdem steht eine überbetriebliche Schulung, in unserem Fall in der zentralen Ausbildungsstätte des Dachdeckerhandwerks Westfalen, auf dem Plan. Nach der abgeschlossenen Meisterprüfung stehen Dachdeckern viele Wege offen. Beispielsweise auch der Schritt in die Selbstständigkeit.

Elektroniker: Ein Beruf, in dem auf Basis eines breiten theoretischen Wissens ganz praktisch gearbeitet wird.

Drei gute Gründe für die Dachdecker-Ausbildung

Drei gute Gründe für eine Ausbildung zum/zur Dachdecker/in nennt Thorsten Mackenbrock, Obermeister der Innung für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Soest-Lippstadt:
  1. Der Beruf verbindet Tradition und Moderne. Es gibt traditionelle Tätigkeiten wie die Eindeckung von Schieferdächern, den Einbau von Dachflächenfenstern und das Bekleiden von Fassaden sowie moderne Arbeiten rund um dieThemen Photovoltaik, Solarthermie, Grünbedachung und SmartHome.
  2. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind hervorragend, denn Dachdecker werden nicht nur von den örtlichen Handwerksbetrieben gesucht, sondern sind auch in der Industrie sehr gefragt.
  3. Als Dachdecker arbeitet man viel an der frischen Luft und geht einer sehr abwechslungsreichen Tätigkeit nach.

Die Fakten zur Ausbildung

 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung monatlich:

760 Euro
(1. Lehrjahr)

910 Euro im
(2. Lehrjahr)

1160 Euro im
(3. Lehrjahr)

Abgeschlossene Ausbildungsverträge in Soest 2018: 22
Berufsschulstandort: Eslohe, Soest
Fünf
Schwerpunkte:

Dachdeckungstechnik

Abdichtungstechnk

Außenwandbekleidungsstechnik

Energietechnik an Dach und Wand

Reetdachtechnik

 

 

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbbildungsdauer:
3 Jahre

Vergütung monatlich:

760 € im 1. Lehrjahr
910 € im 2. Lehrjahr
1.160 € im 3. Lehrjahr

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2017

22

Berufsschulstandort:

Eslohe, Soest

Fünf Fachrichtungen:

  • Dachdeckungstechnik
  • Abdichtungstechnik
  • Außenwandbekleidungstechnik
  • Energietechnik an Dach und Wand
  • Reetdachtechnik

Welche Voraussetzungen du erfüllen solltest

 

Wer Dachdecker/in werden möchte, sollte gerne an der frischen Luft sein – und das bei fast jedem Wetter. Denn meistens arbeiten Dachdecker nun mal draußen.

Natürlich muss auch mal zugepackt werden. Aber dennoch muss man kein Muskelprotz sein – im Handwerk ist Köpfchen gefragt. Maschinen erledigen die wirklich schwere Arbeit.

Handwerkliches Geschick ist für diesen Beruf eine wichtige Voraussetzung. Technisches Verständnis und mathematische Grundlagen sind ebenfalls von Vorteil, denn man muss Flächen richtig messen und das dafür notwendige Material berechnen können. Der Beruf erfordert zudem auch körperliche Fitness.

Teamfähigkeit ist ebenfalls gefragt, denn Dachdecker müssen sich auf ihre Kollegen, die sie sichern, 100-prozentig verlassen können.

Wem die Höhe des Treppenabsatzes Panik bereitet oder wem es zu kompliziert ist, einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen, ist in dem Beruf nicht so gut aufgehoben. Auch wer im Sommer unter einer Wolldecke schläft, sollte nochmal über den Berufswunsch nachdenken.

Quellen: dachdeckerdeinberuf.de, ausbildung.de

Weitere Infos

Innung für -Dach-, Wand und Abdichtungstechnik Lippstadt

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