Traumberufe im Märkischen Kreis

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Nicole und Frank Düppe lieben den Dachdecker-Beruf

Für Nicole und Frank Düppe gehört die Kluft ihrer Zunft zur Alltagskleidung.Für Nicole und Frank Düppe gehört die Kluft ihrer Zunft zur Alltagskleidung. Fotos: Bunte
Von Corinna Bunte

Wenn Nicole und Frank Düppe in ihrer Zunftkleidung auflaufen, schindet das schon mächtig Eindruck. Die traditionelle Kluft aus Schlaghose, Hemd, Weste, Jacke, Hut und „Ehrbarkeit“, einem schlipsähnlichen Band, sieht aber nicht nur fesch aus, sondern ist ein echtes Statement. Das Ehepaar liebt seinen Beruf – und möchte die Begeisterung für die Dachdeckerei jungen Menschen nahebringen.

Dabei hatten die Inhaber des Betriebes im Volmetal beruflich eigentlich ganz andere Pläne. Frank Düppe ist gelernter Koch, Nicole arbeitete als Krankenschwester. Aber das Dachdeckerhandwerk packte beide dann doch irgendwann: Der 54-Jährige arbeite sich als Aushilfe im vom Bruder geleiteten väterlichen Betrieb zum Dachdeckermeister vor.

Faszination Technik

Seine fünf Jahre jüngere Frau steckte die Begeisterung für die Vielseitigkeit des Berufes an. Was sie zudem immer wieder fasziniert, ist die Technik, für die sie sich schon seit ihrer Jugend interessiert. Heute leiten die beiden das 1997 gegründete Unternehmen, das jüngst seinen Standort von Halver nach Schalksmühle verlegte. Zwei Dachdeckermeister, neun Facharbeiter und zwei Auszubildende arbeiten aktuell bei Firma Düppe, einem der größeren und modernsten Betriebe der Branche im Kreis.

Die Materialien und Verarbeitungstechniken, mit denen Dachdecker arbeiten, ändern sich immer wieder, weiß Frank Düppe.

Auch für Frauen attraktive Perspektiven

Dachdecker sein – das ist im 21. Jahrhundert längst mehr als Pfannen schleppen und arbeiten in gefährlichen Höhen. „Der Dachdecker-Beruf hat sich verändert“, weiß Nicole Düppe, dass er heutzutage auch für Frauen attraktive Perspektiven bietet. Die 49-Jährige engagiert sich als Botschafterin für ihr Handwerk, besucht Kongresse, betreut Schülerpraktikanten und Auszubildende und zeigt in der täglichen Praxis, wie vielfältig die Dachdeckerei ist.



Sie selbst fährt den Kran, hat jüngst einen Drohnenführerschein gemacht, um Baustellen aus der Vogelperspektive begutachten zu können. Schweres Gerät machen die Arbeit leichter, vielfältige Leistungen, die weit über das Dämmen und Decken von Dächern hinausgehen, machen den Berufsalltag abwechslungsreich. „Kein Tag ist wie der andere“, schwärmt die Frau, die das Büro des Betriebes managt und ihrem Mann und dem gesamten Team so den Rücken für das Praktische frei hält.

Die Bildung geht weit über die reine Ausbildung hinaus

Viele, vor allem Kleinbetriebe mit ein oder zwei Mann, böten den Auszubildenden, Angestellten oder Gesellen heute nicht viel mehr als „nur“ den Abschluss. Weiterbildungen, wissen die Düppes, sind aber auch im Dachdecker-Handwerk wichtig. Inhouse-Schulungen oder externe Seminare zu sämtlichen Themen des Gewerks, gehören daher in dem Schalksmühler Betrieb für alle zum Alltag – die Chefs eingeschlossen. Werkzeuge ändern sich genauso wie Werkstoffe. Das Thema Sicherheit wird immer wichtiger. Und: Vom Keller bis zum Dach, vom Carport bis zum Balkon reicht das Aktivitätsfeld des modernen Dachdeckers. Da heißt es am Ball zu bleiben und breit aufgestellt zu sein.

Dachdecker: Ein Beruf an der frischen Luft und mit Know-how aus vielen Bereichen.

„Uns kann keine Maschine ersetzen”

Nicole Düppe

Dachdeckermeister Frank Düppe GmbH & Co. KG

 

Und was sollten die jungen Leute mitbringen, die einmal genau so fesch in Dachdecker-Kluft zu den Kunden gehen möchten? „Sie sollten weniger in den Armen als viel mehr im Kopf haben“, lacht Frank Düppe. Soll heißen: Muckis sind gut, etwas Grips noch besser. Ein guter Hauptschulabschluss sei die Mindestanforderung, schließlich sei auch die Berufsschule heutzutage nicht ohne. Ebenso wichtig wie ein gutes Verständnis für Mathe und Physik sei der Teamgeist.

Denn: Dachdecker arbeiten nie allein – schon aus Gründen der Sicherheit. Wer das vorweisen kann, motiviert, fleißig und lernwillig ist, habe gute Aussichten – auch mit Blick auf die Verdienstmöglichkeiten und verlässliche Arbeitszeiten. Stundenlöhne von 20 Euro und mehr bei gewerblichen Angestellten seien durchaus gängig, berichtet Frank Düppe. Und dank des „Schlechtwettergeldes“ und individueller Arbeitszeitkonten könnten angehende Dachdecker davon ausgehen, das ganze Jahr über eine Beschäftigung zu haben. Schließlich sei die Dachdeckerei ein zukunftsfähiges Handwerk. Warum? Nicole Düppe weiß es: „Uns kann keine Maschine ersetzen.“

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Die Fakten zur Ausbildung

 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Vergütung monatlich:

760 Euro
(1. Lehrjahr)

910 Euro im
(2. Lehrjahr)

1160 Euro im
(3. Lehrjahr)

Fünf Schwerpunkte:

Dachdeckungstechnik

Abdichtungstechnik

Außenwandbekleidungstechnik

Energietechnik an Dach und Wand

Reetdachtechnik

 

 

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbbildungsdauer:
3 Jahre

Vergütung monatlich:

760 € im 1. Lehrjahr
910 € im 2. Lehrjahr
1160 € im 3. Lehrjahr

Drei Fachrichtungen:

  • Dachdeckungstechnik
  • Abdichtungstechnik
  • Außenwandbekleidungstechnik
  • Energietechnik an Dach und Wand
  • Reetdachtechnik

Welche Voraussetzungen du erfüllen solltest

Wer Dachdecker/in werden möchte, sollte gerne an der frischen Luft sein – und das bei fast jedem Wetter. Denn meistens arbeiten Dachdecker nun mal draußen.

Natürlich muss auch mal zugepackt werden. Aber dennoch muss man kein Muskelprotz sein – im Handwerk ist Köpfchen gefragt. Maschinen erledigen die wirklich schwere Arbeit.

Handwerkliches Geschick ist für diesen Beruf eine wichtige Voraussetzung. Technisches Verständnis und mathematische Grundlagen sind ebenfalls von Vorteil, denn man muss Flächen richtig messen und das dafür notwendige Material berechnen können. Der Beruf erfordert zudem auch körperliche Fitness.

Teamfähigkeit ist ebenfalls gefragt, denn Dachdecker müssen sich auf ihre Kollegen, die sie sichern, 100-prozentig verlassen können.

Wem die Höhe des Treppenabsatzes Panik bereitet oder wem es zu kompliziert ist, einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen, ist in dem Beruf nicht so gut aufgehoben. Auch wer im Sommer unter einer Wolldecke schläft, sollte nochmal über den Berufswunsch nachdenken.

Quellen: dachdeckerdeinberuf.de, ausbildung.de

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