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Fleischer und
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk 

(m/w/d)

Ausbildung im Fleischer-Handwerk

Vom Grillfleisch über den Sonntagsbraten bis hin zu Wurst und Schinken – die Herstellung all dieser Lebensmittel erfordert vom Fleischer und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (m/w/d) Verantwortungsbewusstsein und Professionalität. Das wertvolle Rohmaterial muss aus kontrollierter Herkunft beschafft werden und schließlich verarbeitet und verkauft werden. Fleischer müssen ein breites Wissen in den Themenbereichen Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelrecht, Qualitätssicherung und Hygiene haben, und mit modernen Maschinen arbeiten können. Auch rücken die Aspekte Verpackung, Cateringservice und Kundenberatung in den Fokus.

Fleisch steht schon seit Jahrhunderten auf dem Speiseplan des Menschen – entsprechend alt ist der Handwerksberuf des Fleischer und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk. Mit zahlreichen Fortbildungsmöglichkeiten bis hin zur Selbstständigkeit als Meister bieten sich für die Berufslaufbahn des Fleischers zahlreiche Perspektiven.

Tischler Azubi Lokman Börger
Das Beschriften der Angebotstafeln gehört zu den Aufgaben der Auszubildenden Marie-Kristin Weihofen. (Fotos: Gabi Bender)

Bedientheke statt Büro

Die angehende „Fleischereifachverkäuferin“ Marie-Kristin Weihofen liebt es, Kunden zu beraten

Von Gabi Bender

Wenn Marie-Kristin Weihofen hinter der Fleischtheke steht und Kunden berät, ist sie in ihrem Element. Ob jemand etwas zu einer der über 50 angebotenen Wurstsorten erfahren möchte oder Tipps zur richtigen Fleischzubereitung benötigt – die Fröndenbergerin ist stets mit Rat und Tat zur Stelle. Dabei war die Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei, was früher schlicht Fleischereifachverkäuferin hieß, gar nicht ihre erste Wahl.

„Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich zunächst eine Ausbildung zur Bürokauffrau angefangen“, erzählt die 20-Jährige. Während dieser Zeit saß die Schulabgängerin nicht nur am Schreibtisch, sondern musste auch an einer Bedientheke beraten. „Dabei habe ich festgestellt, dass ich viel lieber berate als im Büro zu sitzen. Der Kontakt zu den Kunden macht mir mega-viel Spaß.“

Daher brach sie ihre Ausbildung kurzerhand ab und stellte sich bei der Fleischerei „Der Hackepeter“ von Christian Rafalcik vor, der im Kreis Unna mehrere Filialen betreibt. Mittlerweile ist sie im zweiten Lehrjahr und gleich doppelt glücklich, denn schon im ersten Jahr ihrer Ausbildung lernte sie ihren jetzigen Partner kennen, der bei der Fleischerei Rafalcik den Beruf des Fleischers erlernt und in der Produktion arbeitet. Die 20-Jährige möchte jedoch im Verkauf bleiben und nicht in die Produktion wechseln. „Ich kann mir keinen anderen Beruf für mich vorstellen und möchte daher auch gerne nach meiner Ausbildung hier weiter als Fachverkäuferin arbeiten.“

Verkauf statt Produktion

Los geht es für Marie-Kristin Weihofen morgens um 6 Uhr. „Dann räume ich mit meiner Kollegin die Wurst- und die Fleischtheke ein, schneide die Wurst schon mal vor, so dass man die ersten Scheiben sehen kann und beschreibe die Angebotstafeln. Dann bekommen wir die frisch zubereiteten Salate aus der Produktion und ich mache noch Spieße oder mariniere Fleisch.“ Das passiert fast alles hinter verschlossenen Türen, denn diese öffnen erst um 7 Uhr.

Tischler Azubi Lokman Börger

„Sobald die ersten Kunden hereinkommen, werden diese natürlich direkt bedient und darauf freue ich mich immer schon, denn ich berate und bediene die Kunden sehr gerne.“

Marie-Kristin Weihofen ist allerdings nicht nur hinter der Bedientheke zu finden, sondern auch hinter der sogenannten heißen Theke. „Wir bieten unseren Kunden einen Mittagstisch, denn fertiges Mittagessen gehört bei vielen Metzgereien mittlerweile zum Kerngeschäft dazu“, sagt Geschäftsleiter Benedikt Wittmann. „Das ist seit einiger Zeit auch Teil der Ausbildung.“

Wenn Marie-Kristin Weihofen (rechts) hinter der Fleischtheke steht und Kunden berät, ist sie in ihrem Element.

Während ihrer dualen Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei hat die Fröndenbergerin ein- oder zweimal in der Woche Berufsschule. Dort steht unter anderem die Fleischtechnologie auf dem Programm. „Dabei lernen die Azubis beispielsweise, was Muskeln sind, wie sie aufgebaut sind und wofür welches Fleisch verwendet wird“, sagt Inhaber und Fleischermeister Christian Rafalcik. Auch Mathematik und Wirtschaftslehrer stehen auf dem Stundenplan. „Darüber hinaus lernen sie in der Berufsschule, wie sie Beratungsgespräche führen, denn sie müssen auch Fragen zur Zubereitung von Fleisch beantworten können und Garzeiten kennen, denn die sind wichtig, damit das Fleisch nicht trocken oder zäh wird.“ Auch die Themen Zusatzstoffe und Allergene werden im Unterricht behandelt, denn dazu kommen im Alltag immer häufiger Fragen.

Im Sommer nächsten Jahres steht für die Auszubildende die Zwischenprüfung auf dem Programm und Anfang 2023 die Abschlussprüfung. Ihr Partner hat dann schon seinen Gesellenbrief in der Tasche, wenn alles nach Plan läuft. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung sind die beiden natürlich bei Grillabenden mit Freunden gefragter denn je. „Ich besorge dafür meistens das Fleisch und mein Partner steht am Grill.“ Und darauf brutzelt regelmäßig auch die eine oder andere Spezialität des Hauses wie beispielsweise eine grobe Bratwurst mit Bärlauch, die bei den Kunden nicht nur im Sommer sehr beliebt ist.

4 Fragen an
Marie-Kristin Weihofen

 

Signal Iduna Gruppe

Kai Stracke · Nordring 12 · 59423 Unna · kai.stracke@signal-iduna.net

Theodor Kendzorra · Am Handwerk 4 · 59494 Soest · theodor.kendzorra@signal-iduna.net

 

Auch als Auszubildender richtig versichert

Schule geschafft; Ausbildungsvertrag in der Tasche. Der Start ins Berufsleben gelungen und damit auch der erste Schritt zum selbstverdienten Geld. Da hat man erst einmal wenig Lust, sich um die nötige Absicherung zu kümmern: Später ist immer noch Zeit genug. Doch um einen Fehlstart zu vermeiden, ist es wichtig, mit Beginn der Ausbildung seinen Versicherungsschutz zu überprüfen und anzupassen, rät die SIGNAL IDUNA.

Für Berufseinsteiger steht die private Absicherung der Arbeitskraft an erster Stelle. Wer gerade seine berufliche Laufbahn begonnen hat, denkt zwar noch nicht unbedingt an ein Ausscheiden aus dem Berufsleben. Doch sollte niemand vergessen, dass statistisch jeder vierte Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig den Hut nehmen muss. Daher zählt die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Versicherungen, um die man sich als „Neueinsteiger“ kümmern muss.

„Gerade Handwerker würden sich gerne gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit absichern, empfinden die Prämien aber oft als zu hoch“ schildert Kai Stracke, Verkaufsleiter der Signal Iduna Gruppe im Kreis Unna und Hamm, seine Erfahrungen. „Hier empfehlen wir gerne eine Grundfähigkeitsversicherung für alle körperlich Tätigen“ Es werden bestimmte Grundfähigkeiten wie Hören, Gehen, Autofahren oder das halten eines Smartphones versichert. Ist mindestens eine dieser Fähigkeiten nicht mehr gegeben, wird eine versicherte Rente gezahlt.

Theodor Kendzorra, Verkaufsleiter und Fachberater für das Handwerk für den Kreis Soest verantwortlich ergänzt: „Auf jeden Fall sollte der Haftpflichtversicherungsschutz überprüft werden“. Wer nicht für verschuldete Schäden finanziell geradestehen möchte, für den ist eine Haftpflichtversicherung obligatorisch“. Bis zum Ende der ersten Berufsausbildung sind unverheiratete Kinder zwar über den Vertrag der Eltern abgesichert. Voraussetzung ist allerdings, dass diese eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

Sehr sinnvoll ist eine private Unfallversicherung, denn die Gesetzliche zahlt nicht bei Freizeitunfällen. Mit der Versicherungsleistung lassen sich die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls abmildern und beispielsweise eventuell notwendig werdende behindertengerechte Umbauten der Wohnung finanzieren.

Auch das Thema Altersvorsorge sollte man als Berufseinsteiger nicht ganz aus dem Auge verlieren – trotz des noch schmalen Geldbeutels. Denn die gesetzliche Altersrente wird später nicht ausreichen. Wer früh beginnt privat vorzusorgen, kann schon mit geringen Sparbeträgen viel erreichen.

Wer sich genauer informierten möchte, kann bei den Versicherungsexperten der Signal Iduna Gruppe eine Infobroschüre anfordern. „Wir möchten damit die jungen Menschen in unserer Region unverbindlich informierten – gerade die Junghandwerkerinnen und Junghandwerker stehen dabei im Fokus“ meint Detlef Schönberger, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe.

In der Region

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Informiere Dich jetzt

 

Dietmar Stemann, Ausbildungs-Coach bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, steht für weitere Fragen zur Berufsausbildung im Fleischerei-Handwerk am

Montag, 02.08.2021 von 17 – 19 Uhr
unter der Rufnummer 02921 892-226 zur Verfügung.

 

Freie Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen in den Handwerksbetrieben in der Stadt Hamm sowie den Kreisen Soest und Unna findest Du jederzeit im Internet unter www.kh-hl.de/ausbildungsboerse

Stemann
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