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Traumberufe in Hamm

Fleischer und
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk

(m/w/d)

Fleischer und
Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk

präsentiert von

Sparkasse Hamm
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Jürgen Senz und sein Sohn Steven Lars Senz setzen in ihrer Fleischerei auf Qualität – und auf ein motiviertes Team (von links): Jana Medvedenko, Diana Medvedenko, Jennifer Wagner, Paul Reddig, Janina Borninkhof. Foto: Peter Körtling

Mit Qualität in den Boom

Fleischerei Senz – ein Familienbetrieb überzeugt mit Handwerk

Von Peter Körtling

Steven Lars Senz ist 30 Jahre alt. Der Fleischermeister führt in zweiter Generation die Fleischerei, die sein Vater Jürgen 1996 in Bockum-Hövel gegründet hat. Im Jahr 2009 wechselte der Firmensitz zur Lilienstraße 39 in Hamm-Süden. Warum ihr Familienbetrieb mit Leichtigkeit der Konkurrenz der Supermärkte trotzt und stattdessen beständig ein gesundes Wachstum hinlegt, kann er mit nur einem Wort beschreiben: Qualität.

„Mein Vater und ich haben schon vor über zehn Jahren voll auf die Qualität handwerklicher Produkte gesetzt“, sagt Senz. Das zahlt sich nun aus. Wenn jemand versucht, nur durch den Handel sein Geschäft zu machen, müsse er sich mit den Supermärkten messen und habe das Nachsehen. Er kaufe zwar hochwertiges Fleisch zu. Doch die Produktion liege voll innerhalb des Betriebs. Sehr viele Menschen schätzten den Genuss der hochwertigen, handwerklich produzierten Ware.

Fleisch von Bauern aus der Soester Börde

„Wir haben modernste Maschinen, die uns nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern ein sehr hohes Qualitätsniveau zu erreichen“, sagt der Meister. Reifeschränke, in denen sie ihre Steak-Spezialitäten produzieren, gehören dazu. „Darüber hinaus kennen wir jeden Lieferanten“, so Senz. „Die Bauern, von denen wir unsere Tiere beziehen, sind aus der Soester Börde“, erklärt der Meister. So können sie sich stets ein Bild von der Qualität der Haltung und den Tieren selbst machen. Das kommt an – was man nicht nur an den vielen Kunden merkt, die bei ihnen beziehen. Auch über Nachwuchssorgen kann das Familienunternehmen nicht klagen.

Tischlerei Zimmermann in Hamm
In der Fleischerei Senz in Hamm kommen viele Maschinen zum Einsatz. Auszubildender Paul Reddig weiß, damit umzugehen. Foto: Peter Körtling
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Steven Lars Senz (rechts) und sein Vater Jürgen Senz (links) haben für die Auszubildenden eigens ein E-Mobil angeschafft. Foto: Peter Körtling

„Wir gehen gegen den Fachkräftemangel vor, und das zahlt sich aus“, sagt Senz. Unter den derzeit 17 Mitarbeitern sind fünf Auszubildende. „Unsere Azubis haben auch immer wieder Bestprüfungen abgelegt“, fügt Senior-Chef Jürgen Senz stolz hinzu. Im Verkauf steht Jennifer Wagner kurz vor der Prüfung, während Diana Medvedenko ihrer Schwester Jana nachfolgte, die im zweiten Lehrjahr ist. Sie habe erst eine Ausbildung im Einzelhandel begonnen, wollte aber mehr lernen. „Da habe ich mich an die Berufsschullehrer gewendet, und die gaben mir den Tipp, ins Handwerk zu wechseln“, erzählt Jana.

Ein besonderer Quereinsteiger ist Fleischer-Azubi Paul Reddig: Er trat zunächst das Studium der Wirtschaftswissenschaften an. Dann wechselte er zu dem, was ihn wirklich reizte: „Unser Handwerk wird zumeist vollkommen unterschätzt“, sagt der 22-Jährige. Die Vorschriften zu Hygiene und Lebensmittelrecht, das Wissen um Gewürze und Rezepturen, die richtige Verarbeitung und das sichere Beherrschen des modernen Maschinenparks seien sehr anspruchsvoll. „Die meisten Leute denken beim Fleischer an Schlachten, Blut und Kälte, aber das ist falsch.“

Um den Azubis etwas zu bieten, hat Senz zuletzt sogar ein sportliches E-Mobil angeschafft. So sind sie auf dem Weg zur Berufsschule nicht auf die Bahn angewiesen. „Wir wollen ja auch morgen Qualität anbieten, und dazu braucht es gute Leute“, so Steven Lars Senz. Da müsse man dem Nachwuchs etwas bieten. Die Azubis bestätigen das gute Betriebsklima gerne – und  so steht dem Plan nichts im Weg.

Tischlerei Zimmermann in Hamm
Steven Lars Senz (links) und sein Vater Jürgen Senz setzen auf hohe Qualitätsstandards – hier bei den Minihaxen. Foto: Peter Körtling

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3 gute Gründe

Obermeister Schwienhorst

… Ernst-Alfred Kleeschulte, Obermeister der Fleischer-Innung Hellweg-Lippe

Herr Kleeschulte, warum empfehlen Sie eine Ausbildung zum Fleischer und zum Fachverkäufer im  Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei?

Kleeschulte: „Fleischer ist ein sehr vielfältiger Lehrberuf. Während der Ausbildung lernt man nicht nur den Umgang mit frischen Lebensmitteln, sondern auch, was man aus dem Grundprodukt Fleisch alles machen kann.

Wer eine Ausbildung zum Fachverkäufer (m/w/d) im Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei macht, erhält ein Grundgerüst fürs ganze Leben. Das erworbene Wissen kommt ihm nicht nur im beruflichen Alltag, sondern auch in der eigenen Küche zugute.”

Das klingt spannend. Welche Voraussetzungen / Fertigkeiten sollten Interessenten mitbringen?

Kleeschulte: „Wer Fleischer (m/w/d) werden möchte, sollte einen guten Schulabschluss mitbringen, denn es kommen in der Produktion – zum Beispiel bei der Wurstherstellung – immer mehr computergesteuerte Maschinen zum Einsatz. Sie sollten darüber hinaus bereit sein, etwas eher aufzustehen, denn bei uns geht es in der Regel um 6 Uhr los.

Wer Fachverkäufer (m/w/d) im Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei werden möchte, sollte eine offene und freundliche Art sowie eine sympathische Ausstrahlung und ein gepflegtes Äußeres haben. Außerdem sollte er gerne mit Kunden umgehen und auf deren Fragen eingehen.

Für beide Berufe gilt: Interessenten sollten fit im Kopfrechnen sein sowie eine gute Auffassungsgabe haben.“

Welches sind die Hauptaufgaben eines Fleischers und eines Fachverkäufers im Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei?

Kleeschulte: „Die Hauptaufgabe eines Fleischers ist es, aus dem Grundprodukt Fleisch gute und frische Wurstwaren und Lebensmittel herzustellen.

Die Hauptaufgabe eines Fachverkäufers (m/w/d) im Lebensmittelhandwerk mit der Fachrichtung Fleischerei ist es, eine ansprechende und gut sortierte Fleisch-, Käse- und Wursttheke zu präsentieren und die Kunden entsprechend ihrer Wünsche zu bedienen. Außerdem gehört zu seinen Aufgaben das Herstellen von Salaten, Aufschnittplatten, Präsentkörben, Suppen und Snacks. Auch das Belegen und Dekorieren von frischen Brötchen gehört in vielen Fleischereien dazu.“

Ernst-Alfred Kleeschulte
Obermeister der Fleischer-Innung Hellweg-Lippe
Brückenstr. 1, 59510 Lippetal-Hovestadt
Tel. 02923 484
Kleeschulte-ea@web.de

Die fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer:

3 Jahre

 

Vergütung monatlich:

650 € im 1. Lehrjahr
750 € im 2. Lehrjahr
900 € im 3. Lehrjahr

 

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2020:

Fleischer/in: 9 (1. Lehrjahr) / 31 insgesamt
Fachverkäufer/in: 10 (1. Lehrjahr) / 33 insgesamt

 

Berufsschulstandort:

Dortmund

 

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die Fleischer-Innung Hellweg-Lippe 37 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen. 

Der Beruf in aller Kürze

Als Fleischer/in bzw. Metzger/in weiß man, wie man Fleisch fachgerecht verarbeitet, zum Beispiel zu saftigen Steaks oder köstlicher Wurst. Zudem kennt man sich mit der Herstellung von Feinkostwaren und Konserven aus. Im Arbeitsalltag werden hochmoderne Techniken und Verfahren genutzt. Dabei steht immer die Qualität der Produkte im Mittelpunkt.

Als Fleischerei-Fachverkäufer/in macht man den Kunden die Fleischerware schmackhaft, indem man sie appetitlich und dekorativ präsentiert. Man weiß über die Herstellung Bescheid, kennt sich bestens mit den Hygienevorschriften aus und kann die Kunden kompetent und individuell beraten. Auch das Auszeichnen der Waren und das Zubereiten von Speisen wie beispielsweise Wurstplatten oder frischen Salaten gehört zu den Aufgaben.

Mit einer Ausbildung im Fleischerhandwerk stehen viele Wege offen. In drei Jahren Ausbildung lernt man nicht nur eine Menge über Wurst, man erwirbt zudem umfassendes Wissen über andere Lebensmittel und den richtigen Umgang mit ihnen. Auch die gründliche Planung und Vorbereitung von Produktionsabläufen oder Veranstaltungen gehören dazu. Man lernt das Arbeiten mit moderner Technik, aber auch den richtigen Umgang mit Kunden im Laden, bei der Beratung für Events oder im Partyservice. In der Ausbildung im Fleischerhandwerk wird man zum gefragten Ansprechpartner zum Thema Genuss – und das nicht nur in Deutschland. Wer hier ausgebildet wurde, hat überall auf der Welt eine Chance, denn leckere Spezialitäten aus Deutschland und ihre Hersteller genießen weltweit einen hervorragenden Ruf.

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