Traumberufe im Kreis Coesfeld

MALER – BERUF FÜR
FARBE IM LEBEN

Traumberufe im Kreis Coesfeld

MALER – BERUF FÜR
FARBE IM LEBEN

 Interview mit Guido Bäumer, Inhaber von Betrieb Bäumer

Abwechslung steht im Vordergrund“ 

Maler- und Lackiermeister Guido Bäumer führt den Betrieb „Bäumer – Handwerk und Handel mit Farbe“ in dritter Generation. Foto: Riekhoff

Seit zehn Jahren leitet Maler- und Lackierermeister Guido Bäumer den Betrieb „Bäumer – Handwerk und Handel mit Farbe“ in Rosendahl-Osterwick in dritter Generation. Auch wenn die Arbeit viel Verantwortung erfordert, schätzt der Osterwicker dennoch die Freiheiten, die ihm die Selbstständigkeit ermöglicht. In einem Gespräch mit Lena Riekhoff verriet Guido Bäumer weitere Vorteile seiner Tätigkeit und was ihn zu seiner Berufswahl führte.

 Was macht die Malertätigkeit zum Traumberuf?

Guido Bäumer: Wie bei anderen Handwerken auch sieht man das Endergebnis seiner Arbeit. Wenn es nach Vorbereitungsphasen an das Tapezieren und Streichen geht, ist das sehr motivierend. Wenn man fertig ist, kann man sowohl qualitativ als auch quantitativ sehen, was man geleistet hat. Abwechslung steht bei dem Beruf im Vordergrund, denn nicht nur die Baustellen wechseln ständig, sondern auch die Kunden und deren Wünsche.

“Wir bilden seit Jahren aus und haben momentan zwei Auszubildende. Auch wenn das Lehren manchmal anstrengend sein kann, ist es dennoch ein gutes Gefühl einen jungen Menschen für die Zukunft zu lenken und seiner Entwicklung zuzuschauen.”

Guido Bäumer

Bäumer - Handwerk und Handel mit Farbe

Wie wichtig ist der Kundenkontakt?

Bäumer: Der Umgang mit Kunden sehr wichtig. Beim Handwerk ist immer auch das Zwischenmenschliche entscheidend. Es ist ein Geben und Nehmen zwischen den Handwerkern und Kunden. Kommunikative Fähigkeiten sind deswegen auch von Bedeutung.

Sie führen den Betrieb in dritter Generation. Stand immer fest, dass sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten werden?

Bäumer: Nein, das war für mich nicht immer eindeutig. Zwar habe ich nach dem Abitur direkt mit der Ausbildung zum Maler und Lackierer begonnen, aber ich habe zwischendurch auch mit der Schauspielerei geliebäugelt. Nach der Ausbildung habe ich dann BWL studiert, um möglichst breit aufgestellt zu sein. Bei einem Auslandsjahr in einem kleinen Malerbetrieb in Italien habe ich dann für mich wertvolle Erfahrungen gemacht. So ist der dortige Betriebsinhaber nicht im Anzug zur Arbeit erschienen, sondern durchaus im Blaumann und hat dann das Erscheinungsbild gegenüber Kunden beziehungsweise Architekten schnell durch sein Fachwissen kompensiert. Auf den äußeren Eindruck kommt es nicht an. Das hat mir imponiert. Jetzt kann ich als Selbstständiger sowohl meine erworbenen Fähigkeiten aus der Ausbildung als auch aus dem Studium nutzen.

Auch die Vorbereitung und der Schutz des Bodens gehören zum Malerberuf. Foto: Riekhoff

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Maler?

Bäumer: Nach der Ausbildung kann man natürlich die Meisterschule besuchen oder die Weiterbildung zum Techniker machen. Auch Gutachter kann man werden. Für Studiengänge im Gestaltungsbereich eignet sich die Malerausbildung außerdem als Grundlage.

In Ihrem Betrieb bilden Sie auch aus. Macht das Spaß?

Bäumer: Wir bilden seit Jahren aus und haben momentan zwei Auszubildende. Auch wenn das Lehren manchmal anstrengend sein kann, ist es dennoch ein gutes Gefühl einen jungen Menschen für die Zukunft zu lenken und seiner Entwicklung zuzuschauen.

Was nehmen die Lehrlinge von der Ausbildung mit?

Bäumer: Natürlich lernen sie viele Techniken, aber das gesamte Spektrum kann während der Ausbildung nicht komplett abgedeckt werden. Im Arbeitsalltag begegnen einem immer wieder neue Situationen. Deswegen ist es vor allem auch wichtig, an der Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten. Die Auszubildenden sollten ehrlich und zuverlässig sein. Während der Ausbildung lernen sie dann, Verantwortung zu tragen und wie entscheidend die Konsequenzen des eigenen Handelns sind.

Zukunftssicher ist der Malerberuf vermutlich auch ….

Bäumer: Auch in den nächsten Jahrzehnten ist beim Malen und Streichen die Arbeit mit den Händen gefragt. Unsere Tätigkeit ist zu individuell, als dass es sich lohnen würde, sie zu automatisieren.

Gibt es aktuelle Entwicklungen und Trends in der Branche?

Bäumer: Farblich geht der Trend wieder zurück zu weiß. Es wird außerdem immer mehr Wert auf nachhaltige und ökologische Farben gelegt. Eine weitere Entwicklung ist auch, dass die Kunden mehr Verständnis für Wartezeiten mitbringen. Da die Fachkräfte immer knapper werden, kann es zum Teil zu längeren Vorlaufzeiten kommen. Bei den Malern wird das auf Dauer für eine positive Lohnentwicklung sorgen.

Alle Informationen zum Ausbildungsberuf Maler (m/w/d) findest Du in der Sonderveröffentlichung Deiner Tageszeitung, als Podcast und in der Radio-Sondersendung. Alle Erscheinungstermine im Überblick

Radiosendung verpasst?

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Drei gute Gründe…

… für eine Ausbildung zum/zur Maler/in nennt Herbert Eschhaus, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Coesfeld:

1.) Der Beruf ist farbenfroh und abwechslungsreich. Unterschiedliche Farben, Strukturen und Haptiken sorgen für Vielfalt im Alltag. Jeden Tag gibt es neue Situationen.

2.) Der Kontakt mit den Kunden ist interessant. Die Beratung spielt bei der Arbeit eine wichtige Rolle. Dazu werden unter anderem Farbvorschläge beispielsweise anhand von Farbkarten gegeben. Sind die Kunden am Ende zufrieden, erhält man auch positives Feedback.

3.) Die Malertätigkeit ist harmonisch und macht Spaß. Man hat dabei die Möglichkeit kreativ zu werden. Schön ist es, am Ende das Ergebnis zu sehen. Es fängt mit den Vorarbeiten an, dann sieht man die Zwischenanstriche und zum Schluss hat man die fertige Wand vor Augen.

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer:
3 Jahre

Vergütung monatlich:

Friseur/in:
620 € im 1. Lehrjahr
685  € im 2. Lehrjahr
850  € im 3. Lehrjahr

Abgeschlossene Ausbildungsverträge im Kreis Coesfeld in 2018

24

Berufsschulstandort:

Coesfeld

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die Maler- und Lackierer-Innung 77 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen. Die Betriebe bilden aktuell 37 junge Menschen aus.

Fachrichtungen: 
– Gestaltung- und Instandhaltung
– Bauten- und Korrosionsschutz
– Kirchenmalerei und Denkmalpflege

Der Maler-Beruf in aller Kürze

Maler- und Lackierer/innen entwerfen und führen Gestaltungsarbeiten in Innenräumen und an Fassaden durch. Dazu gehören verschiedene Maltechniken, Tapeten, Dekorputze und Bodenbeläge. Sie erledigen Holz- und Bautenschutzmaßnahmen, zum Beispiel Abdichtungsarbeiten an Bauwerken sowie Spezialbeschichtungen und Versiegelungen. Außerdem leisten sie einen Beitrag zur Energieeinsparung, indem sie Dämmstoffe einbauen und WärmedämmVerbundsysteme erstellen.

Weitere Infos

Maler- und Lackierer-Innung COESFELD

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