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Traumberufe in Soest

Maler und
Lackierer

(m/w/d)

Das Maler und Lackierer-Handwerk

präsentiert von

Sparkasse Hamm
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Der zertifizierte Wohnberater und Malermeister Dominik Broszat zeigt ein Vorher- und ein Nachher-Foto eines Hauses, das er vorab für Kunden am PC angefertigt hat, damit sie die Wirkung der gewünschten Farben besser einschätzen können.

“Spaß an der Arbeit und Ehrgeiz sind wichtig”

Malermeister Martin Jesse möchte sein Team weiter verstärken

Rund 40.000 Maler- und Lackiererbetriebe mit insgesamt über 200.000 Beschäftigten gibt es derzeit in Deutschland. Einer von ihnen ist die Malermeister Martin Jesse GmbH im Walter-Rathenau-Ring 44 in Warstein-Belecke. Mit zwei Meistern, dreizehn Gesellen, einer Bürokraft und vier Lehrlingen ist das Team des Unternehmers deutlich größer als der bundesweite Durchschnitt.

Trotzdem ist der Betrieb auf der Suche nach weiteren Malern und Lackierern sowie nach Bauhelfern und auch nach Nachwuchskräften, die sich zum Maler und Lackierer ausbilden lassen möchten. „Wer bei uns eine Ausbildung machen möchte, sollte bereit sein, vorher bei uns die Schulpraktika zu absolvieren“, erklärt Martin Jesse. Darüber hinaus sollten Interessenten Spaß daran haben, den Beruf zu erlernen, und dabei auch einen gewissen Ehrgeiz an den Tag legen. „Außerdem erwarten wir, dass die Auszubildenden sorgfältig und gewissenhaft arbeiten, pünktlich und zuverlässig sind, gerne selbstständig arbeiten und Ausdauer sowie Kreativität mitbringen.“

Die Schulbildung ist für den Inhaber nicht das Maß der Dinge. „Ein Abschluss ist schon wichtig, aber das Interesse und der Spaß an der Arbeit sind wichtiger, denn den Rest kann man lernen. Wir hatten auch schon drei Schüler, die von einer Förderschule kamen und ihre dreijährige Ausbildung bei uns erfolgreich absolviert haben.“ 

Tischlerei Zimmermann in Hamm
Malermeister und Inhaber Martin Jesse präsentiert Musterbücher mit Fototapeten, neuen Tapeten-Designs und Design-Fußböden sowie Fußleisten mit Licht.

Die Aussichten nach Abschluss der Ausbildung sind sehr gut. „Gute Handwerker finden immer Arbeit“, weiß Martin Jesse. „Außerdem gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten“, sagt Dominik Broszat. „Man kann den Meister dranhängen oder sich anderweitig weiterbilden und Staatlich geprüfter Techniker in Farb- und Lacktechnik werden, seinen Diplom-Ingenieur für Farben, Lacke und Kunststoffe machen oder sich zum Energieberater ausbilden lassen.

Vom Gesellen zum Meister

Weitergebildet hat sich auch Dominik Broszat, nachdem er die Ausbildung zum Maler und Lackierer erfolgreich abgeschlossen hat. Vor zehn Jahren machte er seinen Meister und später noch eine Fortbildung zum zertifizierten Wohnberater im Handwerk. „Diese Ausbildung, die seinerzeit rund neun Monate gedauert hat, gibt es hier allerdings mittlerweile nicht mehr in dieser Form“, so der Malermeister.

Als zertifizierter Wohnberater im Handwerk kann Dominik Broszat die Kunden unter anderem optimal zur richtigen Farbgebung beraten. Außerdem kann er ihnen schon vorher zeigen, wie ihre Räume und ihre Fassaden nach der professionellen Arbeit des Teams von Martin Jesse aussehen werden. „Wir streichen die Innen- und Außenwände quasi vorab digital“, erklärt der Warsteiner. „Mit diesen Vorher- / Nachher-Fotos bekommt der Kunde vorab einen sehr guten Eindruck, wie die gewünschten Farben und Gestaltungsvarianten wirken.“

Das reine Anstreichen, was den meisten Menschen wohl als Erstes einfällt, wenn sie an die Aufgaben eines Malers und Lackierers denken, gehört natürlich auch zu den Tätigkeiten, doch bevor die Mitarbeiter zu Pinsel und Rolle greifen, stehen in der Regel erst einmal einige Vorarbeiten an. „Zunächst muss der Untergrund vorbereitet werden, was schon einige Zeit in Anspruch nehmen kann, bevor das sorgfältige Abkleben kommt“, erzählt Dominik Broszat. „Das reine Streichen ist dagegen meist nur ein Klacks.“

Zu dem vielfältigen Leistungsspektrum des Malerbetriebs gehört neben dem Erstellen von Konzepten für die Raum- und Fassadengestaltung inklusive der Umsetzung das Verlegen von Decken-, Wand- und Bodenbelägen, die Ausführung von Holz- und Bautenschutzmaßnahmen, der Gerüstbau sowie das Erstellen von Beschriftungen und Kommunikationsmitteln. Auch bei den Themen Putz-, Dämm- und kleineren Trockenbauarbeiten sowie Innenraum- und Fassadenbeschichtungen in unterschiedlichen Verfahren ist Martin Jesse der richtige Ansprechpartner.

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3 gute Gründe

Obermeister Schwienhorst

… Tanja Senftleben, Obermeisterin der Maler- und Lackierer-Innung Soest-Lippstadt

Frau Senftleben, warum empfehlen Sie eine Ausbildung zum Maler und Lackierer?

Senfleben: „Maler und Lackierer begeistert vor allem die Vielseitigkeit. Der Beruf ist abwechslungsreich und auch kreativ. Der Maler und Lackierer sieht oft abends schon seine Ergebnisse. Dies gibt ein Gefühl von Stolz. Bei der Fassadengestaltung zum Beispiel sieht man oft noch Jahre später seine Arbeit. Die Arbeitsplätze und Arbeitssituationen wechseln regelmäßig, wodurch man häufig mit unterschiedlichen Menschen zu tun hat.“

Das klingt spannend. Welche Fähigkeiten sollten die Menschen mitbringen, wenn sie Maler und Lackierer werden wollen?

Senfleben: „Interessenten sollten handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen und kreativ sein. Grundkenntnisse der Mathematik sollten vorhanden sein. Sie sollten teamfähig, zuverlässig, körperlich fit und schwindelfrei sein, sauber arbeiten und sich mit Kunden unterhalten können. Schulische Voraussetzung ist ein Hauptschulabschluss.“

Was sind die Hauptaufgaben eines Malers und Lackierers?

Senfleben: „Zu den Hauptaufgaben eines Malers und Lackierers gehören das Gestalten von Fassaden und Innenräumen. Dazu zählen das Verschönern von Decken und Wänden mit unterschiedlichen Techniken und Materialien wie beispielsweise Farben, Tapeten und Dekorputzen. Das Verlegen von Bodenbelägen wie Teppichböden, Designböden, PVC- und Laminatböden sowie Kork gehört ebenso zu den Tätigkeiten eines Malers und Lackierers.“

Die fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

 

Vergütung monatlich:

710 € im 1. Lehrjahr
780 € im 2. Lehrjahr
945 € im 3. Lehrjahr

 

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2020:

15 (1. Lehrjahr) / 58 insgesamt

 

Berufsschulstandort:

Lippstadt

 

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die Maler- und Lackierer-Soest-Lippstadt 70 Mitgliedsbetriebe.

 

Der Beruf in aller Kürze “Maler und Lackierer”

Maler- und Lackierer/innen entwerfen und führen Gestaltungsarbeiten in Innenräumen und an Fassaden durch. Dazu gehören verschiedene Maltechniken, Tapeten, Dekorputze und Bodenbeläge. Sie erledigen Holz- und Bautenschutzmaßnahmen, zum Beispiel Abdichtungsarbeiten an Bauwerken sowie Spezialbeschichtungen und Versiegelungen.

Außerdem leisten sie einen Beitrag zur Energieeinsparung, indem sie Dämmstoffe einbauen und Wärmedämm-Verbundsysteme erstellen.

Der Beruf wird in folgenden Fachrichtungen ausgebildet:
– Gestaltung- und Instandhaltung
– Bauten- und Korrosionsschutz
– Kirchenmalerei und Denkmalpflege

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