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Traumberufe in Hamm

Maurer, Beton- und

Stahlbetonbauer

(m/w/d)

Das Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer-Handwerk

präsentiert von

Sparkasse Hamm
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Die vierte und fünfte Generation bei der Arbeit: Inhaber Klaus Holtrup (l.) und Sohn Benedikt führen die Familientradition fort, die 1890 in Werne begann. Foto: Starb

Moderne Möglichkeiten und traditionelles Handwerk

Bei der KH Bau GmbH werden die Herausforderungen des Baugewerbes mit Knowhow und technischer Unterstützung angegangen.

Wenn es um die Berufswahl geht, dann bestimmen Klischees gerne die Diskussion, das Handwerk bildet dabei keine Ausnahme. Harte Arbeit, schlechte Bezahlung – dieses Bild hält sich hartnäckig in der Gesellschaft, obwohl es nicht der Realität entspricht. Diese Erfahrung machen Klaus und Benedikt Holtrup regelmäßig.

Denn Vater und Sohn setzen gemeinsam eine Tradition fort, die bis in das Jahr 1890 zurückreicht, als vierte und fünfte Generation machen sie ihren Werner Familienbetrieb fit für die Herausforderungen der Zukunft. Die Heimat der KH Bau GmbH ist das Baugewerbe. „Wenn man über unseren Beruf spricht, dann hört man immer wieder die gleichen Klischees. Man macht sich den Rücken kaputt, arbeitet nur draußen, vor allem bei schlechtem Wetter und solche Dinge“, umreißt Benedikt Holtrup das negative Bild, gegen das die Betriebe auch bei der Nachwuchssuche ankämpfen müssen.

Doch die Wahrheit liegt weit davon entfernt. „Die Arbeit im Handwerk kann man nicht mehr mit den Bedingungen von vor 25 Jahren vergleichen. Die technischen Arbeitserleichterungen sind heutzutage vorhanden und wir nutzen sie auch“, erklärt Klaus Holtrup. Was das genau bedeutet, dafür haben Vater und Sohn direkt zwei Beispiele parat. „Als ich 1982 in die Lehre gegangen bin, haben wir viele Abrissarbeiten im Bestand durchgeführt. Das bedeutete dann zum Beispiel, dass man Fliesen von der Wand entfernen musste. Das war natürlich mit viel Staub verbunden und ist es heute auch noch. Nur heute haben wir zusätzlich zur persönlichen Schutzausrüstung auch Filteranlagen, die den Staub direkt absaugen“, berichtet der Firmeninhaber.  Wie gut diese Entwicklung bei den Mitarbeitern ankommt, macht Benedikt Holtrup an einem anderen Beispiel fest. „Wenn man Arbeiten im Keller hat, dann haben sich die Kollegen früher nicht gerade darum gerissen. Das bedeutet halt auch, dass man Schutt irgendwie aus dem Keller schaffen muss und das ist anstrengend. Heute benutzen wir dafür ein Förderband. Das ist eine solche Arbeitserleichterung, dass die Mitarbeiter jetzt gerne zu solchen Baustellen fahren.“

Generell ist der technische Fortschritt ein großer Gewinn für die Branche. Das zeigt sich allein beim Mauern, einer der Aufgaben, die auch heute noch zu den elementarsten Arbeiten des Handwerks gehört. „Wenn man einen Neubau hochzieht, nutzt man Versetzgeräte, man dirigiert die Steine quasi mit der Technik. Und dadurch kann man heute auch mit viel größeren Steinen arbeiten, manche Blöcke haben Ausmaße von 50×100 Zentimetern. Für die Arbeit ist die Technik natürlich perfekt, man minimiert den Verschleiß am Körper“, erläutert Benedikt Holtrup. 

Natürlich ist die körperliche Anstrengung noch immer ein Teil des Berufes, aber Hilfsmittel sind auch im Familienbetrieb gerne gesehen. „Wir hören immer auf den Input unserer Mitarbeiter. Wo gibt es Möglichkeiten, Dinge einfacher zu erledigen? Welche Ausstattung könnte gerade weiterhelfen? Der Vorteil heutzutage ist, dass man die Technik nicht unbedingt selbst besitzen muss, sondern passende Geräte zur Not auch mieten kann. Wenn ich für Arbeiten einen Radlader brauche, der durch ein kleines Tor passen muss, dann ist das möglich und viel besser, als wenn man den Schutt mit der Schubkarre abfährt“, umreißt Klaus Holtrup die Möglichkeiten.

Ein familiärer Handwerksbetrieb

In deren Genuss kommt im Werner Betrieb natürlich auch der Berufsnachwuchs, ein Auszubildener lernt dort in der Regel alles Wissenswerte rund um das Handwerk. Hat dieser seine Gesellenprüfung gemeistert, kommt ein Nachfolger. Mehr geben die Möglichkeiten der überschaubaren Betriebsgröße nicht her, denn die Auszubildenden werden umfassend betreut. „Vom ersten Tag an sind sie mit ihren erfahrenden Kollegen unterwegs, so lernt man am besten“, fasst Klaus Holtrup die Gedanken hinter dieser Herangehensweise zusammen. Generell ist dem Firmenchef der Kontakt zwischen jungen Kollegen und erfahrenden Hasen wichtig. „Wer den Beruf schon länger macht, der sieht auf den Baustellen Dinge, an die ein Neuling nicht denken würde. Daher fährt auch ein frischer Geselle immer noch mit einem erfahrenden Kollegen zur Baustelle.“ Diese Art und Weise, sich um die Abläufe, das Wissen, aber auch das Wohl seiner Mitarbeiter Gedanken zu machen, ist für Klaus Holtrup eine Selbstverständlichkeit. „Als Arbeitgeber ist man auch Kümmerer, in einem Betrieb unserer Größe geht es halt auch familiär zu. Man weiß viel voneinander und merkt natürlich auch, wenn es einem mal nicht so gut geht. Da kann man dann drauf eingehen oder die Kollegen gehen drauf ein und im Endeffekt trägt das dann alles dazu bei, dass die Leute gerne zur Arbeit gehen.“

Doch es ist nicht nur das Verhältnis untereinander, dass für Vater und Sohn den Reiz ihres Berufes ausmacht. Für Benedikt Holtrup, der selbst im elterlichen Betrieb gelernt hat, ist es auch die Vielfalt an Arbeiten. „Man macht auch viel, was man eigentlich aus anderen Berufen kennt. Wir arbeiten auch mit Holz, wir müssen auch verputzen. Als Maurer muss aber vor allen Dingen auch Betonarbeiten durchführen können, unser Beruf ist extrem vielseitig“, erklärt er.  Diese Vielseitigkeit der Arbeiten wird dann durch die verschiedenen Objekte verstärkt. Jeder Auftrag, jede Baustelle ist neu und wartet mit eigenen An- und Herausforderungen. „Der Betrieb selbst ist eigentlich nur unsere Lagerstätte. Da trifft man sich, aber danach ist man dann an den Baustellen. Und da sieht man immer andere Orte und hat immer mit anderen Menschen zu tun“, beschreibt Klaus Holtrup den Alltag in seinem Unternehmen.

Zu dessen Belegschaft zählen aber nicht nur Mitarbeiter, die ihre ersten Schritte im Handwerk bereits im Baugewerbe absolviert haben, sondern auch Quereinsteiger aus dem Maler- und Lackiererhandwerk oder der Metallverarbeitung. Sie sind für Klaus Holtrup die passenden Beispiele, dass sich die Karriere im Handwerk auszahlt, auch wenn die ursprüngliche Branche sich vielleicht nicht als die richtige herausgestellt hat. „Wer einmal im Handwerk war, der findet da immer wieder einen Job. Das ist auch für Berufsanfänger ein großer Pluspunkt.

Tischlerei Zimmermann in Hamm
In der Signal Iduna Agentur von Peter Mühlnickel (2. von rechts) erhalten Berufsanfänger ein Willkommenspaket. Foto: Peter Körtling

Schon als Azubi sinnvoll abgesichert

Die Signal Iduna versteht „ihr“ Handwerk und handelt danach

Von Peter Körtling

Dass die Signal Iduna Generalagentur von Peter Mühlnickel am „Haus des Handwerks“, dem Sitz der Kreishandwerkerschaft in Hamm, ihre Räume hat, ist kein Zufall: „Gerade das Handwerk erfordert einen Versicherungspartner, der sich mit den speziellen Herausforderungen dieses breiten Wirtschaftszweiges auskennt“, sagt Peter Mühlnickel. Das gelte übrigens nicht nur für gestandene Unternehmer, sondern vor allem auch für Berufsanfänger.

„Bei aller Leidenschaft für den Beruf ist es zum Ausbildungsbeginn wichtig, einen Plan B in der Tasche zu haben“, weiß der Versicherungsexperte. Schnell kann ein Unfall oder eine Krankheit alle Pläne durchkreuzen. „Das klingt hart, doch besagt die Statistik, dass jeder vierte Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Beruf ausscheidet.“

Dazu kommt das vorausschauende Planen, um Lebensveränderungen – von der Familiengründung bis zum Renteneintritt – abgesichert zu haben.

Der erste Schritt dazu ist eine eingehende Beratung: „Gerade für Auszubildende haben wir von der Signal Iduna ein eigenes Willkommenspaket geschnürt“, sagt Peter Mühlnickel: Berufsanfänger erhalten einen eigenen Ordner, der die Absicherung eines ganzen Lebens enthält und Übersichtlichkeit schafft. „Dazu kommt noch ein Tankgutschein, aber vor allem die Gewissheit, dass unsere Versicherungen speziell auf das Handwerk zugeschnitten sind.“

Die Unfallversicherung der Signal Iduna bietet besondere Vorteile: Speziell auf den Bedarf von Handwerkern zugeschnitten ist die die erhöhte, berufstypische Gliedertaxe „Arm und Bein“. „Durch sie werden Körperteile, die für die Berufsausübung besonders wichtig sind, zum Teil deutlich höher bewertet als im Normaltarif“, erklärt Peter Mühlnickel. Eine Unfallrente mit Garantiezeit und Unfall-Rentenkapital ergänzen die Invaliditätsabsicherung.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge ist die Signal Iduna ebenfalls der Experte: Im Rahmen des Versorgungswerks erhalten Innungsbetriebe ganz besonders günstige Konditionen, was auch den Mitarbeitern zugutekommt. Von der Ausbildung bis zur Rente – die Signal Iduna versteht „ihr“ Handwerk.

Tischlerei Zimmermann in Hamm

Kontakt

SIGNAL IDUNA Gruppe
Generalagentur Peter Mühlnickel
Sedanstraße13 in Hamm
Telefon: 0 23 81 / 92 72 40
E-Mail: peter.muehlnickel@signal-iduna.net

Informationen zu deinem Traumberuf

3 gute Gründe

Obermeister Schwienhorst

… Jens Baldauf, Obermeister der Baugewerbe-Innung Hellweg-Lippe

Herr Baldauf, warum empfehlen Sie eine Ausbildung im Baugewerbe?

Baldauf: „Das Baugewerbe gehört zu den facettenreichsten Berufen im Handwerk, in dem man jeden Tag schon zu Lebzeiten an seinem eigenen Denkmal arbeitet. Außerdem hat das Baugewerbe hat einen hohen Digitalisierungsgrad, der über Drohnenvermessung bis hin zu autonom fahrenden Baumaschinen geht. Und unser Gewerbe hat Zukunft, da alles um uns herum Werterhalten werden muss: Häuser, Straßen, Kanäle und vieles mehr.“

Das klingt spannend. Welche Voraussetzungen und Fähigkeiten sollten Interessenten mitbringen?

Baldauf: „Voraussetzung für eine Ausbildung im Baugewerbe ist in erster Linie Spaß an der praktischen Arbeit und die Zusammenarbeit mit Menschen. Technikaffinität setzt man bei der heutigen Jugend eigentlich voraus.“

Was sind die Hauptaufgaben im Baugewerbe?

Baldauf: „Die Hauptaufgaben im Baugewerbe ist der Neubau von Wohngebäuden, Straßen und sonstigen Infrastruktureinrichtungen! Auf weite Sicht ist es natürlich auch der Werterhalt der über Jahrzehnte geschaffenen Werte.“

Die fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

 

Vergütung monatlich:

890 € im 1. Lehrjahr
1.230 € im 2. Lehrjahr
1.495 € im 3. Lehrjahr

 

Abgeschlossene Ausbildungsverträge
in 2020:

14 (1. Lehrjahr) / 31 insgesamt

 

Berufsschulstandort:

Dortmund, Unna und Werne

 

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die Baugewerbe-Innung Hellweg-Lippe 72 Mitgliedsbetriebe.

 

Der Beruf in aller Kürze “Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer”

Maurer/innen stellen Rohbauten für Wohn- und Geschäftsgebäude her. Zunächst betonieren sie das Fundament, dann mauern bzw. betonieren sie Außen- und Innenwände sowie Geschossdecken oder montieren diese aus Fertigteilen. Für Betonarbeiten fertigen sie Schalungen oder montieren Schalungssysteme. Sie setzen Bewehrungen ein, die sie aus Betonstahl z.T. selbst anfertigen. Sie mischen Beton oder verarbeiten fertig gelieferten Transportbeton. Den frischen Beton bringen sie in die Schalungen ein und verdichten ihn. Teilweise verputzen sie auch Wände, verlegen Estriche oder bauen Dämm- und Isoliermaterialien ein. Darüber hinaus führen sie Abbruch- und Umbauarbeiten durch. Bei Instandsetzungs- und Sanierungs-arbeiten stellen sie Bauschäden und deren Ursachen fest und beheben diese.

Beton- und Stahlbetonbauer/innen bauen Beton- und Stahlbetonkonstruktionen, z.B. für Brücken, Hallen und Hochhäuser. Sie montieren oder fertigen Schalungen und Stützgerüste an, biegen und flechten Stahlbewehrungen, die Betonbruch verhindern sollen, und bauen die Bewehrungen in die Schalungen ein. Sie stellen Betonmischungen her oder verarbeiten fertig gelieferten Transportbeton. Den frischen Beton bringen sie in die Schalungen ein und verdichten ihn durch Stampfen und Rütteln. Nach dem Erhärten entfernen sie die Schalungen und bearbeiten bei Bedarf die Betonoberflächen. Sie montieren Betonfertigteile und dichten Betonbauwerke ab, dämmen und isolieren diese. Außerdem sanieren sie Schäden an Betonbauteilen.

Marc Herter

Oberbürgermeister Stadt Hamm

Das Handwerk bietet viele Chancen: Nach erfolgreicher Gesellenprüfung kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Viele Schüler und Eltern wissen nicht, dass man mit dem Meisterbrief in der Tasche auch ohne Abitur studieren kann. Somit sind mit einer dualen Ausbildung im Handwerk alle Karrierewege offen, auch bis zur Übernahme eines Betriebes. Fortbildungen zum Geprüften Betriebswirt (HwO) und zum Restaurator im Handwerk sind weitere interessante Optionen. Die Eltern müssen also keine berufliche Sackgasse ihrer Kinder befürchten – ganz im Gegenteil. Und obendrein wird im Handwerk oft besser verdient als nach vielen Studiengängen ohne Meisterbrief und praktischer Erdung. Das Handwerk zeigt gerade in der aktuellen Corona-Situation, dass das konkrete, kreative Tun vor Ort in der Stadt Hamm einen sehr hohen Wert in der Gesellschaft hat. Gut ausgebildete Handwerker sind zudem ein wichtiger Motor für die Nachhaltigkeit unter anderem beim Klima- und Ressourcenschutz unserer Stadt.

Die neue „Passt!“-App der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe ermöglicht dabei, mit wenigen Klicks Ihre Traumausbildung und Ihr Wunschunternehmen zu finden.“

Unter https://www.passt-app.de/ können Sie die „Passt!“-App erreichen.

Passt!

Weitere Ausbidlungsbetriebe in Hamm

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