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Metallbauer –
Ein Beruf für
Allround-Talente

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Metallbauer – Ein beruf für echte Allround-Talente

Klaus Maroldt (links) ist begeistert: Maschinen arbeiten präzise und übernehmen heute viele Fertigungsprozesse. Foto: Peter Körtling
Von Peter Körtling

Klaus Maroldt führt in dritter Generation das Unternehmen Metallbau Maroldt. Der agile Unternehmer strahlt, wenn er über den Beruf spricht, mit dem er quasi groß geworden ist.

„Mein Großvater Alfred hat den Betrieb gegründet, den mein Vater Werner weiterführte und von dem ich ihn schließlich übernommen habe“, erzählt der Hammer Unternehmer. Klaus Maroldt beschäftigt heute drei Meister, fünf Gesellen und vier Auszubildende – und wer seine Werkhalle betritt, ist von den großen Maschinen überwältigt. „Wir verkaufen ja nicht nur Türen, Fenster und Fassaden, wir stellen sie auch selbst her“, erläutert der Fachmann beiläufig.

„Können in Kombination mit immer neuen Herausforderungen – Langeweile kommt da nicht auf.

Klaus Maroldt

Metallbau Maroldt

Ob CNC-Bearbeitungsmaschine, Doppelgehrungssäge oder Glasleistensäge mit Funkmessstab – die hochmoderne Ausstattung bietet die Möglichkeit, bei höchster Flexibilität auf ebensolchem Niveau zu fertigen. „Alle Arbeitsplätze sind mit unserem Server verbunden und in das Fertigungsnetzwerk eingebaut“, erläutert Maroldt die Fertigungsabläufe. „Trotz allem sind keine theoretischen Überflieger, sondern echte Allround-Talente gefragt.

Ebenso wie die Bedienung modernster Maschinen braucht es auch mal Körperkraft, etwa wenn Brandschutztüren auf T30- oder T90-Niveau gefragt seien. Oder beim Einbau zusammenhängender großer Fensterelemente.

Spaß am Handwerk

Wer sich für eine Ausbildung interessiert, müsse eine ordentliche Schulbildung, eine robuste Gesundheit und vor allem Spaß am Handwerk mitbringen. „Eine gute Hand-Auge-Koordination und der Spaß daran, Herausforderungen lösungsorientiert anzugehen, gehören in unserem Beruf schon dazu“, erklärt der Chef lächelnd. Er selbst hat nach seinem Abitur im elterlichen Betrieb gelernt und die ständige Entwicklung im Metallbau-Handwerk aufmerksam begleitet.

„Stillstand gibt es da nicht“, erklärt Klaus Maroldt und verweist auf die vielen Veränderungen. Die beginnen bei den wechselnden architektonischen Vorlieben bei allem Sichtbaren, ob Fenster, Türen oder Fassaden, und setzen sich fort bei der Bedienung der Produkte – heutzutage sei ja immer mehr elektronisch steuerbar. Und schließlich ändern sich nicht zuletzt ständig gesetzliche Vorgaben, wo der Metallbauer ebenfalls immer auf den neuesten Stand bleiben müsse. „Wenn wir zum Beispiel zertifizierte Brandschutztüren produzieren und einbauen, dann muss jeder Schritt und jedes verbaute Teil dokumentiert werden“, erklärt der Unternehmer. „Diese Anlagen sollen ja schließlich Leben retten und ein brennendes Gebäudeteil zumindest für eine festgelegte Zeit sicher von anderen Bereichen abtrennen.“

Präzises Arbeiten gefordert

Solche Exaktheit wird auch in anderen Bereichen von Metallbauern gefordert. Wenn großflächige Metallfassaden oder größere Fensterkombinationen produziert und angebracht werden, müssen immer auch die Materialausdehnung bei Wärme bedacht und entsprechende Dehnungsfugen eingebaut werden.

Beim Einbau, zum Beispiel von Fenstern und Türen, kann die Arbeit auch schon mal körperlich anstrengend werden. Foto: Peter Körtling

Die Herausforderungen des Berufes

Das ist handwerklicher Alltag. Oft hat Maroldt festgestellt, dass die im Grunde recht simple Mathematik allen Azubis Probleme bereitet – ob diese nun Hauptschulabschluss oder Abi haben. „Dann frage ich immer mal wieder nach, stelle Probleme und Lösungen vor, und wenn dann der Groschen fällt, sehe ich in strahlende Augen.“
Mädchen haben in seinem Unternehmen ebenfalls bereits Praktika absolviert. Zwar gebe es an manchen Tagen Arbeit, die durchaus eine körperliche Herausforderung sein kann, doch Klaus Maroldt ist der Meinung, dass sich Frauen ihren Platz in diesem Beruf meist souverän erkämpften.

Wenn man ihn fragt, was den Reiz seines Berufs ausmacht, ist der Unternehmer kaum zu stoppen: Die Langlebigkeit der erbrachten Leistungen, immer neue Herausforderungen zu bewältigen, die perfekte Mischung aus Theorie und Praxis – auf Anhieb fallen ihm jede Menge Punkte ein, die für seinen Beruf sprechen. Wenn er sich zurück erinnert, so hat er selbst bis heute viele ganz unterschiedliche Arbeiten gemacht. Das beginnt bei der Wartung und Reparatur von Automaten und reicht bis zur Produktion und Aufstellung von Fahrgastunterständen am Bushaltestellen.

Geschichten zum Schmunzeln

Und skurrile Geschichten erlebt man auch, sagt Klaus Maroldt mit einem Schmunzeln. So erinnert er sich beim Beispiel Fahrgastunterstände an die Werbeplakate mit dem damaligen Superstar Anna Nicole Smith. „Zu der Zeit wurden die Werbekästen immer wieder von Fans aufgebrochen.“ Verstanden hat er das zwar nicht, „aber die Reparaturen habe ich natürlich durchgeführt“.

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Das Handwerk hat heute mehr denn je goldenen Boden 

Volker Peitsch ist Obermeister der Metall-Innung Hamm, zu der rund 40 Mitgliedsbetriebe gehören. Er selbst hat 1986 seine Ausbildung begonnen, nach der Gesellenprüfung noch einige Jahre Erfahrung gesammelt. 1992 legte er seinen Abschluss als Maschinenbautechniker ab, und 1996 folgte seine Meisterprüfung. Inzwischen engagiert er sich in der Innung an verantwortlicher Stelle für seinen Beruf. Mit Peter Körtling sprach er über die Ausbildung, die Anforderungen an die Bewerber und die Perspektiven innerhalb des Berufsbildes.

Wodurch zeichnet sich der Beruf des Metallbauers besonders aus?

Peitsch: Ein ganz großer Reiz ist die unglaubliche Vielfalt des Metallbauer-Handwerks. Wir machen in unserem Unternehmen schwerpunktmäßig Leichtmetallbau, also Herstellung, Lieferung und Einbau von Fenstern, Türen, Überdachungen und mehr. Wartungs- und Reparaturarbeiten gehören natürlich ebenso dazu wie elektrische Schaltungen, die – etwa bei Türanlagen – den Bedienungskomfort erhöhen. Aber auch der Bereich Hallenbau oder die Spezialisierung auf klassische Stahlarbeiten wie bei Balkonen und Treppen gehört in das Berufsbild. Da sind vom Feilen und Sägen über das Kanten und Schweißen, Nieten und Löten bis hin zur sicheren Bedienung von Werkzeugen sowie zur Computersteuerung viele Kenntnisse und Fertigkeiten gefragt.

Welche Voraussetzungen muss denn ein Bewerber in diesem Bereich mitbringen?

Peitsch: Natürlich sollte die Freude am Handwerk im Vordergrund stehen. Gesundheit und ein ordentlicher Realschulabschluss sind wichtig. Wenn jetzt ein Hauptschüler oder Abiturient sagt, er will in den Beruf, so empfehle ich sowieso immer ein Praktikum. Dann können sowohl Interessent als auch der Betrieb sehen, ob sie zueinander passen. Wenn dann jemand die Ausbildung absolviert und Spaß am Beruf hat, dann kann er schon sehr gut eine Familie ernähren, denn die Metall-Tarife können sich sehen lassen. Außerdem hat man die tägliche Bestätigung seiner Arbeit. Zum Feierabend sieht man, was man geschaffen hat, und selbst nach Jahren und Jahrzehnten kann der Metallbauer seine Arbeit noch bewundern. Zudem werden Fachkräfte dringend gesucht und das schon lange. Das erhöht die Sicherheit und schafft eine gute Perspektive.

Woran liegt es, dass die Fachkräfte so dringend gesucht werden?

Peitsch: Da sehe ich vor allem ein gesellschaftliches Problem. Die Jugendlichen haben sich im Grunde kaum verändert, aber Eltern und Lehrer wiederholen gebetsmühlenartig den Drang zu Abitur und Studium. Ich kenne das selbst, denn ein Sohn von mir hat die Realschule besucht und immer gute Noten gehabt. Auf den ist Gott weiß wie eingeredet worden, er solle sein Fachabitur machen, eventuell dann studieren. Doch wozu?

Er hat dann immer gleich gesagt, er wolle lieber eine Lehre machen. Das wurde aber kaum akzeptiert. Warum denn nicht, frage ich mich. Handwerker werden immer gebraucht, und der Bereich bietet mehr denn je goldenen Boden. Ob Meister, Techniker, Betriebswirt oder duales Studium: Es ist alles möglich, da unser Bildungssystem in Deutschland unglaublich breit aufgestellt ist. Dem Handwerk muss wieder mehr Achtung entgegengebracht werden, es verlangt heute immer mehr Wissen und Können. So mancher spürt ja bereits, wie es ist, wenn er lange auf seinen Handwerker warten muss.

Obermeister Volker Peitsch engagiert sich in der Metall-Innung Hamm für sein Handwerk. Foto: Körtling

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre

Vergütung monatlich:

680 € im 1. Lehrjahr
725  € im 2. Lehrjahr
795 € im 3. Lehrjahr
860 € im 4. Lehrjahr

Abgeschlossene Ausbildungsverträge in 2018

18

Berufsschulstandort:

Hamm

Weitere Zahlen:
Aktuell hat die „Metall-Innung Hamm“ 34 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen. Die Betriebe bilden aktuell 45 junge Menschen aus.

Fachrichtungen: 
– Konstruktionstechnik
– Metallgestaltung
– Nutzfahrzeugbau

Alle Informationen zum Ausbildungsberuf Metallbauer (m/w/d) findest du in der Sonderveröffentlichung deiner Tageszeitung, als Podcast und in der Radio-Sondersendung. Alle Erscheinungstermine im Überblick

Der Beruf des Metallbauers in aller Kürze

 

Fachrichtung Konstrutkionstechnik

Metallbauer/innen fertigen Metallkonstruktionen vom Kellerfenster bis zur Kirchturmspitze. In der Fachrichtung Konstruktionstechnik stellen sie zum Beispiel Überdachungen, Fensterrahmen und
Schutzgitter her.Sie schneiden und formen Metallplatten, einzelne Bauteile werden dann durch Schweißen, Nieten oder Schrauben zusammengesetzt. Sie montieren hydraulische, pneumatische und elektrotechnische Bauteile und versorgen diese mit Energie.

Fachrichtung Metallgestaltung

In der Fachrichtung Metallgestaltung stellen sie Schmiedearbeiten her, die oft nach Kundenwünschen speziell angefertigt werden. Dies sind zum Beispiel Geländer oder Metalleinfassungen. Sie gestalten
Metalloberflächen durch Schmieden, Bürsten,
Schleifen, Auftragschweißen und Metallschmelzen
sowie chemischer Behandlung. Außerdem reparieren oder restaurieren sie Erzeugnisse.

Fachrichtung Nutzfahrzeugbau

In der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau führen sie Auf- und Umbauten an Spezialfahrzeugen durch. Sie fertigen Karosserien, Fahrzeugaufbauten und Fahrwerke für gewerblich genutzte Fahrzeuge an. Auch sind sie für das Einbauen, Einstellen und Anschließen von mechanischen, hydraulischen,
pneumatischen sowie elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen zuständig.

Gute Adressen

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