Traumberuf

Raumausstatter,
Sattler und Schneider

(m/w/d)

Ausbildung zum Raumausstatter, Sattler und Schneider

Schöne und atmosphärische Innenräume zu planen und zu gestalten – das ist eine Kunst, die Raumausstatter (m/w/d) beherrschen. Sie vereinbaren das Gefühl für guten Geschmack mit dem Gespür für Farben und Materialien sowie dem handwerklichen Geschick. Dabei liegt immer der Kundenwunsch zu Grunde.

Vom neuen Teppichboden über einen neuen Bezug für Polstermöbel bis hin zur kompletten Umgestaltung eines ganzen Hauses sind die Aufgaben verschieden – und immer spielen Einfühlungsvermögen und Kreativität eine große Rolle.

Ähnliches gilt für den Maßschneider, der Kleidung individuell für den Kunden gestaltet, und den Sattler, bei dem die Verarbeitung von Leder im Fokus steht.

 

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Wir sind Klimaschützer von Beruf
Marie Loreen Mettenborg Reitsportsattlerin

Marie Loreen Mettenborg näht mit der Nähmaschine ein Klettband auf einem Stück Stoff fest, das später an einer Gamasche befestigt wird. Foto: Gabi Bender

Auf den richtigen Sitz kommt es an

Marie Loreen Mettenborg macht eine Ausbildung zur Sattlerin

Von Gabi Bender

Erst auf der erfolglosen Suche nach jemandem, der ihren Sattel reparieren kann, ist die Reiterin Marie Loreen Mettenborg auf den Beruf des Sattlers aufmerksam geworden und hat sich intensiv damit auseinandergesetzt. „Dabei bin ich auf Farina Fuest gestoßen, habe eine Bewerbung geschrieben und eine Zusage erhalten“, erzählt die Auszubildende.

„Mich fasziniert der ganze Umgang mit Pferden“, sagt die 20-Jährige. „Wir können den Pferden helfen und den Kunden natürlich auch, wenn die Probleme am Sattel haben. Aber auch das ganze Handwerk. Dass man was mit den Händen machen kann – das fasziniert mich. Wir reparieren in der Werkstatt aber nicht nur Sättel, sondern haben auch schon individuelle Hundehalsbänder angefertigt. Ich finde es auch immer wieder beeindruckend zu sehen, wie gebrauchte Sättel nach unserer Arbeit wieder fast wie neu aussehen.“

Und diese Nachhaltigkeit liegt Inhaberin Farina Fuest am Herzen. „Mit unserem Rohstoff Leder liegen wir in Sachen Nachhaltigkeit schon ganz weit vorn, denn das Leder würden viele Schlachtbetriebe, bei denen wir das Leder beziehen, sonst wegschmeißen“, verrät die Meisterin im Sattler- und Feintäschnerhandwerk.

Aber auch sonst setzt die Reiterin auf Nachhaltigkeit. „Es kommen immer wieder Kunden zu uns, die einen neuen Sattel kaufen möchten, weil sie mit ihrem nicht zurechtkommen. Dann könnte ich natürlich direkt einen verkaufen, aber wir fahren stattdessen meist raus und schauen, was an dem vorhandenen Sattel gemacht werden kann“, erzählt Farina Fuest. „An den meisten Sätteln kann man viel anpassen. So kann man beispielsweise die Kissen, die am Pferd anliegen, nachpolstern und damit für das jeweilige Pferd extra anpassen.“

Die Gründerin der Sattlerei Fuest, die ihre Ausbildung 2011 als Kammersiegerin im Bezirk Münster abgeschlossen hat, reitet seit ihrem elften Lebensjahr, besitzt eigene Pferde und ist früher bei Turnieren erfolgreich bei Springprüfungen bis Klasse M angetreten. Auch ihre Auszubildende Marie Loreen Mettenborg reitet selber – meist Dressur, manchmal aber auch Springen. „Als Sattler fährt man in der Regel regelmäßig zu Kunden raus, um die Sättel zum Pferd vor Ort anzupassen“, erklärt Farina Fuest, „daher sollte man sich mit Pferden und ihrer Anatomie auskennen und eventuelle Problematiken sehen und wissen, was zu tun ist.“ Die 30-Jährige vergleicht das gerne mit der Arbeit eines Orthopäden. „Wenn die Einlagen nicht passen, kann man nicht vernünftig gehen.“

Die Erfahrung mit Pferden ist eine gute Grundvoraussetzung, aber nicht alles, was Interessenten mitbringen sollten. „Wichtig ist auch, dass man nicht so zimperlich ist und mitanpacken kann“, rät Marie Loreen Mettenborg. Nach ihrer Ausbildung, die sie im August angefangen hat, möchte sie erst einmal bei der Sattlerin in Hamm, bei der sie ihren eigenen Sattel gekauft hat, weiterarbeiten. Doch zuvor gibt es für die 20-Jährige noch einiges zu lernen.

„Ich hatte vorher gar keine Erfahrung mit der Nähmaschine und saß daher in der Werkstatt zum ersten Mal daran“, erinnert sich die Auszubildende an ihre ersten Versuche und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Und die Maschine ist sehr sensibel.“ Echte Handarbeit ist auf dem Nähross gefragt, auf dem die angehende Sattlerin beispielsweise sitzt, wenn sie Handnähte macht. Aber auch sonst erledigen Sattler jede Menge Handarbeit, denn vieles kann nicht mit der Maschine genäht werden. Und seitdem Marie Loreen Mettenborg bei Farina Fuest arbeitet, weiß sie erst, wie viel Arbeit in ihrem eigenen Sattel steckt. Auf dem sie in ihrer Freizeit nach wie vor sehr gerne und natürlich sehr bequem sitzt.

Marie Loreen Mettenborg Reitsportsattlerin

Inhaberin Farina Fuest ölt gemeinsam mit ihrer Auszubildenden Marie Loreen Mettenborg einen Sattel ein, um das Leder geschmeidig zu halten. Foto: Gabi Bender

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Marie Loreen Mettenborg

 

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Dietmar Stemann, Ausbildungs-Coach bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, steht für weitere Fragen zur Berufsausbildung am

Montag, 28.03.2021 von 17 – 19 Uhr
unter der Rufnummer 02921 892-226 zur Verfügung.

 

Freie Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen in den Handwerksbetrieben in der Stadt Hamm sowie den Kreisen Soest und Unna findest Du jederzeit im Internet unter www.kh-hl.de/ausbildungsboerse

Stemann

 

Für Jugendliche lohnt sich ein Blick in die neue App „PASST!“ der Kreishandwerkerschaft.

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