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Traumberufe in Hamm

Anlagenmechaniker
für Sanitär-, Heizungs-
und Klimatechnik

(m/w/d)

Ausbildung zum Anlagenmechaniker
für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

präsentiert von

Sparkasse Hamm
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Peter Gerken (Geschäftsführer), Gina Priebs (Auszubildene) und Noah Gerken (Meister) sind aus Tradition auf der Höhe der Zeit.

Aus Tradition top-modern – die Schnittker GmbH

Stark in Bad und Wärme: So präsentiert sich die Schnittker GmbH bereits seit 1969 in Hamm und Umgebung. Auf Hubert Schnittker folgten Schwiegersohn Peter Gerken und seine Frau Brigitte, die das Unternehmen mit seinen 20 Mitarbeitern bis heute leiten. Die dritte Generation, Sohn Noah, der 2019 seine Meisterprüfung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) ablegte, füllt bereits eine tragende Rolle im Familienunternehmen aus.

„Das Einzige, das sich nie geändert hat, ist der rasante technische Fortschritt“, sagt Peter Gerken. Nach den Kaminöfen galt es abzuwägen, ob der Kunde sich mit einer Öl- oder Gasheizung besserstellt. Nach der Brennwert-Therme, ging es weiter zu Wärmepumpen und den Pelletheizungen. „Gerade die Pelletheizungen sind bei uns der Renner“, verrät Noah Gerken. Ein Vorteil liegt neben der staatlichen Förderung auch darin, dass sie bei einem Systemwechsel vor alle vorhandenen Anlagen geschaltet werden können. Ein weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit der Solarunterstützung.

„Da ist natürlich gute Beratung gefragt“, sagt Peter Gerken. Die Pluspunkte lägen auf der Hand, sagt Sohn Noah: Eine enorme Effizienz und Verlässlichkeit, gespeist aus einem umweltfreundlichen, nachwachsenden Rohstoff, bei einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis lassen gerade bei Ein- und Mehrfamilienhäusern diese Lösung attraktiv werden. Da die Schnittker GmbH auch traditionell auf Privathaushalte als Kunden eingestellt sei, könne man gerade mit dem „Rundum-Sorglos-Paket“ punkten.

Von der Planung über die Förderantragstellung bis hin zur Umsetzung erfolge stets alles aus einer Hand. Dabei sei die moderne Technik inzwischen ein selbstverständlicher Standard in allen Bereichen. „Home-Office war bei uns schon lange vor Corona nichts Neues mehr“, sagt Noah Gerken. Doch neben dem papierlosen Büro und flexiblen Cloud-Lösungen ist auch die Vernetzung aller Mitarbeiter weit gediehen: So sind selbst die Techniker auf den Baustellen voll im digitalen Zeitalter angekommen.

„Was früher unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ stattfand, ist heute alltäglich“, so Gerken. Aufmaße und Stundennachweise werden direkt auf dem Tablett-PC der Mitarbeiter auf der Baustelle erfasst und in die Cloud gestellt. 

Tischlerei Zimmermann in Hamm
Meister Noah Gerken kümmert sich auch um die Ausbildung im Betrieb.

Lieferzeiten und Bestellungen von Ersatzteilen können die Techniker direkt auf der Baustelle abfragen und bei offensichtlichen Reparaturen genüge es, wenn der Kunde ein Foto des schadhaften Teils einsende. Dann wird zum Termin alles passgenau mitgebracht und fruchtlose Handwerkerbesuche gehören damit endgültig der Vergangenheit an. Nur durch diese Vernetzung sei es auch möglich, im Notfall schnellstmöglich gut vorbereitet beim Kunden zu sein.

Der moderne Standard setzt sich durch

Doch geht der moderne Standard noch weiter: Wenn etwa ein komplettes Bad saniert werden soll, bringen die Profis zum ersten Termin beim Kunden eine eigene 360 Grad-Kamera mit. Damit entgeht den Experten kein Detail des zu sanierenden Objekts und bei der spätere Angebotsbesprechung, die grundsätzlich im Unternehmen stattfindet, werden beeindruckende Bilder präsentiert: „Dazu haben wir eigens einen Besprechungsraum mit einem großen Monitor ausgestattet“, sagt Noah Gerken. Dort könne der Kontrast vom alten zum neuen Bad allen Details dargestellt werden.

Tischlerei Zimmermann in Hamm
Gina Priebs hat sich für einen Beruf mit Zukunft entschieden.

Auch die Koordination weiterer Gewerke gehört dazu: „Wenn uns ein Kunde beauftragt, sind vom Fliesenleger bis zum Trocken- und Fensterbauer alle Dinge in unserem Angebot enthalten“, so Peter Gerken. Der Kunde hat nur noch einen Ansprechpartner und alle Leistungen erfolgen aus einer Hand. „Insgesamt hat der technische Fortschritt gerade in unserer Branche enorme Veränderungen gebracht“, so Peter Gerken. Da sei die Umbenennung des Berufsbildes in „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik“ durchaus folgerichtig.

Dass das alte, oft negativ behaftete Image des Handwerksberufes nichts mehr mit der Realität zu tun hat, beweist auch Gina Priebs: Die 19-Jährige ist im dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Anlagenmechanikerin Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bei der Schnittker GmbH. „Ich hatte das Unternehmen durch einen Berufstag an meiner Schule kennengelernt und dann ein Praktikum absolviert“, erklärt die Auszubildende. Sie habe es gereizt, in einem Beruf voller Zukunftstechnologie zu arbeiten. „Wir bringen eben alles Neue“, sagt Priebs. Sie habe ihre Berufswahl nicht bereut und freue sich schon auf ihre Gesellenprüfung, erklärt sie lächelnd.

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3 gute Gründe

Obermeister Schwienhorst

Ulrich Grommes (49) ist seit über zehn Jahren Obermeister der Innung für Sanitär-Heizung und Klimatechnik Hamm, mit über 50 Mitgliedsbetrieben. Der Diplom-Ingenieur leitet mit seinem Bruder Jürgen den 1946 gegründeten Familienbetrieb mit 30 Mitarbeitern in dritter Generation. 

Herr Grommes, warum empfehlen Sie eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik?

Grommes: „Wie wir die Zukunftsthemen besetzen. Gerade im Bezug auf den Klimawandel und bei Fragen der Nachhaltigkeit sind wir die Branche, auf die es ankommt. Ob Energieeffizienz, oder CO2-Reduktion, das ist unser tägliches Brot. Jetzt in der Pandemie, sind die Menschen viel Zuhause. Die Nachfrage durch Kunden, die nun aus ihrem Bad eine Wohlfühl-Oase machen lassen wollen, ist da enorm gestiegen. Aber auch die Folgen der Klimaerwärmung beschäftigen uns: So ist nach den letzten zwei Sommern der Bedarf an sparsamen, aber wirkungsvollen Klimaanlagen so hoch wie nie zuvor.”

Das klingt spannend. Welche Fähigkeiten sollten die Menschen mitbringen, wenn sie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik werden wollen?

Grommes: „Sie sollten keine Angst vor der Praxis haben, einen Blick für die Tätigkeiten und Abläufe entwickeln. Ein mathematisches Grundverständnis, Teamfähigkeit und Spaß an stetiger Weiterentwicklung sind ebenso wünschenswert, denn in kaum eine Branche gehört der stete Fortschritt und die steigende Komplexität so sehr zum Alltag wie bei uns.“

Was sind die Hauptaufgaben eines Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik?

Grommes: „Da macht es gerade den Reiz aus, dass es so viele Wege innerhalb eines Berufes gibt: Wer in die Kundendienstbetreuung geht, der hat an einem Tag immer wieder mit anderen Menschen und anderer Technik zu tun. Da muss beides souverän gemeistert werden. Möchte jemand in den Montagebereich, so kann er, je nach Umfang der Aufgabe, bis zu einem Jahr an einem Objekt arbeiten. Da müssen Pläne verstanden und umgesetzt werden, die Absprachen und die Koordination mit Architekten und anderen Gewerken müssen stimmen. So findet jeder in einem Berufsbild den Bereich, der ihn reizt. Dazu kommen die Entwicklungschancen: Vom Grund- bis Obermonteur, über den Meister und Techniker, bis zum Studium, wer die Ausbildung erfolgreich absolviert hat, dem steht alles offen.“

Die fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

 

Vergütung monatlich:

730 € im 1. Lehrjahr
741 € im 2. Lehrjahr
836 € im 3. Lehrjahr
893 € im 4. Lehrjahr

 

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2020 in der Innung Hamm

34 (1. Lehrjahr) / 109 insgesamt

 

Berufsschulstandort:

Hamm

 

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die „Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hamm“ 53 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen.

 

Der Beruf in aller Kürze

 

Wie der Name schon sagt, sind Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik für den gesamten Sanitärbereich zuständig. Sie montieren auch Heizungssysteme, Solaranlagen, Holzpelletsanlagen, Wärmepumpen usw. Nach der Montage prüfen sie diese und stellen den optimalen Energieverbrauch ein. Sie installieren auch Gebäudemanagementsysteme und sind in der Energieberatung tätig.

Der Beruf wird in folgenden Einsatzgebieten ausgebildet:
Sanitärtechnik
Heizungstechnik
Lüftungs- und Klimatechnik
Erneuerbare Energien
Umwelttechnik

Weitere Ausbidlungsbetriebe in Hamm

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