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Das Stuckateur-Handwerk

Der Stuckateur (m/w/d) macht Gebäude und Räume unverwechselbar, indem er mit seinen Techniken individuelle Raumeindrücke gestaltet. Innenwände und -decken, Fußböden und ganze Außenfassaden – der Stuckateur verputzt Rohbauten innen und außen, integriert dabei Elemente wie Rollläden oder Belüftungseinrichtungen und montiert Trockenbauteile.

Stuckateure brauchen ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten zur Herstellung und Sanierung von Innen- und Außenputzen, zur Beschichtung und zum traditionellen Ausbau. Mit künstlerischen Stilelementen restaurieren sie alte und erhaltenswerte Bausubstanz und Denkmäler. Die Arbeit mit Stuck – also der plastischen Ausformung von Mörteln oder Gips – ist namensgebend für den Beruf. Stuckateure brauchen Fingerspitzengefühl.

“Vielleicht hänge ich noch den Meister dran”
Geronimo Suggemeier lernt künftigen Chef zuhause kennen

Dass er ein Handwerk erlernen möchte, stand für Geronimo Suggemeier schon früh fest. Foto: Bender
Von Gabi Bender

Dem künftigen Arbeitgeber in den eigenen vier Wänden in aller Ruhe bei der Arbeit zuschauen und offene Fragen stellen können – so ein Glück haben wohl nicht viele Schüler, die sich gerade Gedanken über ihre Berufswahl machen. Als Geronimo Suggemeiers Vater den Stuckateurbetrieb Kuhnert für die Gestaltung eines Raumes in ihrem Eigenheim in Bad Sassendorf-Elfsen beauftragte, wusste er nicht, dass er bei dieser Gelegenheit gleich den späteren Chef seines Sohnes kennenlernen würde.

„Ich habe sofort gewusst, dass ich das auch machen möchte“, erinnert sich Geronimo Suggemeier, der seinerzeit in der neunten Klasse war. „Ich habe mir die Arbeit angeschaut, hier und da Fragen gestellt und auch direkt gemerkt, dass die Stimmung im Team super ist.“ Nach Abschluss der Arbeiten hat der 17-Jährige daher seine Bewerbung bei dem Familienbetrieb abgegeben und war glücklich, als er die Zusage erhielt.

Seit Anfang August ist Geronimo Suggemeier im zweiten Lehrjahr und hat seine Entscheidung bis heute nicht bereut. „Ich finde es klasse, dass wir so viel an der frischen Luft arbeiten und es so viele verschiedene Tätigkeiten gibt. Der Job ist unglaublich vielfältig und interessant. Wir setzen beispielsweise Schienen für Kanten und Ecken, kleben Fenster ab, ziehen Unterputz als Grundierung für den Oberputz auf, erzeugen mit dem Stuckeisen Muster, machen Wärmeschutzdämmungen und vieles mehr.“

Fachkenntnisse und Fähigkeiten eignet sich der Auszubildende aber nicht nur im Betrieb an, sondern auch in Berufsbildungszentren (BBZ) und Berufsschulen. Zunächst gemeinsam mit Azubis aus anderen Handwerksberufen im Börde-Berufskolleg und dem BBZ in Soest, später ausschließlich mit weiteren angehenden Stuckateuren in der Berufsschule in Hagen und im BBZ in Iserlohn. Dem Iserlohner BBZ angeschlossen ist ein Internat, in dem der Nachwuchs während des Blockunterrichts kostenfrei wohnen darf.

„Während der Ausbildung lernt man viel praktisches Arbeiten, aber auch viel Theorie wie unter anderem einiges über Bautechnik wie beispielsweise Fundamente, Gesteinskörnungen und die Rohdichte von Mauersteinen.“

Ein Hauptschulabschluss gilt bei vielen Handwerksbetrieben als Voraussetzung, um die Ausbildung zum Stuckateur zu beginnen.

Geronimo Suggemeier arbeitet sehr gerne an der frischen Luft. Foto: Bender

 „Wobei es uns in erster Linie wichtig ist, dass die Bewerber ins Team passen und Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Engagement mitbringen“, sagt Jürgen Kuhnert, Geschäftsführer des Familienbetriebs. Rechnen können sollten Schulabgänger allerdings trotzdem. „Grundkenntnisse in Mathe sind wichtig“, weiß Geronimo Suggemeier, „denn gerechnet wird immer wieder wie beispielsweise für Mörtelbedarfsrechnungen, um zu ermitteln, wie viel Mörtel für eine bestimmte Wandfläche benötigt wird.“

“Ein tolles Team und gute Stimmung”

Nach seiner Ausbildung wird der 17-Jährige vielleicht noch etwas länger die Schulbank drücken. „Ich kann mir gut vorstellen, später auch noch den Meister zu machen – so wie unser Juniorchef.“ Gemeint ist Niklas Kuhnert, der als Erster und bisher Einziger in Nordrhein-Westfalen die dreieinhalbjährige, duale Ausbildung zum Ausbau-Manager absolviert hat. Im Rahmen dieser dualen Ausbildung hat der Juniorchef, der Mitglied im Nationalteam der Stuckateure ist, außerdem den Stuckateur-Meister gemacht.

Auch seine Mutter Heike Kuhnert ist fest im Familienbetrieb involviert und hält „ihren Männern“ im Büro den Rücken frei. „Es ist ein tolles Team und die gute Stimmung ist mir schon seinerzeit bei uns zu Hause aufgefallen“, sagt der Azubi. Um die zu stärken, stehen regelmäßig gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm. „In diesem Jahr waren wir im Kletterpark in Soest – das hat echt Spaß gemacht“, erinnert sich Geronimo Suggemeier. „Im vergangenen Jahr ging´s zum Kartfahren, aber zu dem Zeitpunkt war ich leider noch nicht im Team.“

Dabei hätte das den Hobby-Schrauber, wie er sich selbst nennt, auch interessiert. In seiner Freizeit arbeitet der 17-Jährige an seinem Golf 2, den er seit einem Jahr hat. Ende des Jahres soll der Oldtimer wieder fahrtüchtig sein. „Auch wenn mir das Herumschrauben an Autos viel Spaß macht, wollte ich nie Kfz-Mechaniker werden“, erinnert sich Geronimo Suggemeier. Aber ein Handwerk sollte es schon sein. Dass er sich letztlich für die Ausbildung zum Stuckateur entschieden hat, liegt zum großen Teil am „Hausbesuch“ des Stuckateurs, bei dem er einige der Tätigkeiten hautnah kennen gelernt hat.

Geronimo Suggemeier (3. v. l.) ist im Familienbetrieb von Heike Kuhnert (links), Jürgen Kuhnert (rechts) sowie Juniorchef Niklas Kuhnert (2. V. l.) fest integriert. Foto: Bender

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