Traumberufe im Märkischen Kreis

Stuckateur

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Putz und Stuck Krüger –

Dirk Krüger: „Wir geben dem Haus ein Gesicht“

Dirk Krüger, Firmengründer und Inhaber von Putz und Stuck Krüger, arbeitet in seinem Traumberuf. Foto: Ingo Starink
Von Edda Scharfe

Mein Urgroßvater, mein Großvater und mein Vater waren schon Putzer und Stuckateure, aber ich durfte das nicht werden“, erzählt Dirk Krüger. Also machte er erst einmal eine Ausbildung zum Koch und ging dann zum Bund. Doch im Anschluss zog es ihn nicht zurück in die Küche, sondern an einen ganz anderen Ort: auf den Bau. „Ich wollte unbedingt auch Putzer und Stuckateur werden – mein Traumberuf.“

Seinen Entschluss hat er bis heute nicht bereut. Inzwischen leitet er seit knapp 20 Jahren das erfolgreiche Familienunternehmen „Putz und Stuck Krüger“. Seine Söhne Tobias (30) und Bastian (34) sind ebenso selbstverständlich mit im Betrieb tätig, wie seine Frau Margit, die sich als Betriebswirtin des Handwerks um alle anfallenden Arbeiten außerhalb der Baustellen kümmert. „Ohne sie wäre das gar nicht zu schaffen“, sagt Dirk Krüger und wirft seiner Frau einen dankbaren Blick zu.

Der Beruf des Putzers und Stuckateurs ist ein alteingesessener und vor allem vielseitiger Beruf. Fassaden- und Wandputz, Trockenbau, energetische Sanierungen und hin und wieder auch noch Stuckarbeiten in alten Häusern. Überall, wo ein Haus gebaut, renoviert oder saniert wird, werden Putzer und Stuckateure benötigt.

„Das Kochen ist bis heute meine Leidenschaft – doch Putzer und Stuckateur ist und bleibt einfach mein Traumberuf.“

Dirk Krüger

Putz und Stuck Krüger

„Wir geben dem Haus mit unserer Arbeit ein Gesicht“, sagt er. Und: „Gerade auch bei der Wandgestaltung in Innenräumen ist unser Beruf wieder stark gefragt.“ Betonputze an den Wänden oder aufwendige Spachteltechniken, sind gerade wieder sehr modern. „Und auch alte Putze kommen wieder, so wie der Rotkalk-Putz, der die Bildung von Schimmel verhindern kann“, weiß Krüger. „Man merkt einfach, dass qualitativ hochwertige Arbeit wieder mehr wertgeschätzt wird“, ergänzt seine Frau Margit.

Die Auftragsbücher der Krügers sind voll. Und dennoch fällt es auch ihrer Branche schwer, Nachwuchs zu finden. „Wir sind sehr dankbar, dass unsere Söhne mit im Betrieb sind“, so Krüger. Aber schon beim Thema Gesellen oder Lehrlinge wird er sehr nachdenklich. „Das Handwerk ist in den vergangenen Jahren sehr abgewertet worden, was es uns nun immer schwieriger macht, Nachwuchs zu finden“, so der Putz- und Stuckateurmeister. „Wir bewerben Stellen auf unterschiedlichen Portalen – darauf haben wir in diesem Jahr nicht eine Bewerbung bekommen.“

Bastian und Tobias Krüger (v.l.) sind seit einigen Jahren in dem elterlichen Betrieb tätig. Sie sind auf den Baustellen vor Ort und setzen dort die angesagten Trends um. Foto: Ingo Starink
Margit Krüger ist erste Ansprechpartnerin im Büro des Familienunternehmens. Foto: Ingo Starink

Dirk und Margit Krüger sehen schwere Zeiten auf das Handwerk zukommen. „Irgendwann wird man mehr als ein halbes Jahr auf einen Handwerker warten müssen“, fürchten sie. Verstehen, warum das Handwerk gerade bei jungen Menschen so an Attraktivität verloren hat, können sie es nicht. „Mein Beruf ist interessant und vielfältig“, sagt Krüger. Die wechselnden Baustellen und unterschiedlichsten Aufgaben würden ihn abwechslungsreich machen. „Wir haben zudem einen modernen Beruf, wenn man beispielsweise einmal an Brandschutz und energetische Sanierungen oder akustische Möglichkeiten denkt“, sagt der 57-Jährige.

Wer die Leidenschaft für den Beruf entdeckt, wird mit einer umfangreichen Ausbildung belohnt. Maurern, Estrich gießen, Stuck herstellen, Trockenbau und die Gestaltung von Fassaden und Innenräumen gehören dazu. Ein paar Voraussetzungen, um in dem Beruf erfolgreich zu werden, sollten Interessenten aber mitbringen: „Man sollte einsatzfreudig sein“, so Krüger. Seine Frau ergänzt: „Und teamorientiert.“ „Natürlich gehört auch eine gewisse körperliche Fitness zu den Voraussetzungen, denn der Beruf ist körperlich schon anstrengend“, sagt er.

Die Trends der Branche erkennen – und im Betrieb umsetzen

Einen Sinn für Räume und grundlegendes mathematisches Interesse erleichtern die Ausbildung, die drei Jahre dauert. Wer unter Höhenangst leidet, für den ist der Beruf, bei dem Arbeiten fast täglich auch auf Gerüsten stehend erledigt werden müssen, sicher nichts. Wer genau wissen möchte, ob der Beruf zu ihm passt, dem bietet Krüger ein Praktikum an. „Da sieht man dann schnell, ob das passt oder nicht“, ist er sicher.

Der Zukunft sehen Dirk und Margit Krüger gelassen entgegen. „Wir sind breit aufgestellt und bilden uns und unsere Mitarbeiter regelmäßig fort, damit das auch in Zukunft so bleibt“, sagt Dirk Krüger. Zudem verfolgen die Söhne alle Trends der Branche sehr genau und setzen sie dann zeitnah im elterlichen Betrieb um. Und auch äußerlich tut sich was bei Putz und Stuck Krüger: Gerade erst haben sie das Firmengebäude an der Altenaer Straße erweitert und denken nun intensiv darüber nach, was sie noch unternehmen können, um ihr Gewerk und das Handwerk allgemein interessant für junge Menschen zu machen, damit sie ihren Traumberuf finden.

Bei Dirk Krüger ist das gelungen – wenn auch mit einem Umweg über die Küche. Apropos Küche: Seine Ausbildung zum Koch sieht Dirk Krüger auch heute nicht als verschenkte Zeit. „Das Kochen ist bis heute meine Leidenschaft – doch Putzer und Stuckateur ist und bleibt einfach mein Traumberuf.“

Alle Informationen zum Ausbildungsberuf Stuckateur (m/w/d) findest Du in der Sonderveröffentlichung Deiner Tageszeitung, als Podcast und in der Radio-Sondersendung. Alle Erscheinungstermine im Überblick

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Die Fakten zur Ausbildung

Ausbbildungsdauer:
3,5  Jahre

Vergütung monatlich:
850 € im 1. Lehrjahr
1200 € im 2. Lehrjahr
1475 € im 3. Lehrjahr
1580 € im 4. Lehrjahr

Der Stuckateur-Beruf in aller Kürze

 

Stuckateure und Stuckateurinnen geben Häusern und Räumen ihr individuelles Aussehen, sei es im Innenausbau oder bei der Arbeit an der Fassade. Sie verputzen Rohbauten, bauen leichte Trennwände aus Metallprofilen und Gipskartonplatten ein, montieren Fertigteildecken und -wände oder Fassadenverkleidungen. Dabei bringen sie auch Dämmmaterialien zum Schallschutz oder zur Wärmedämmung an. Fassaden und teilweise auch Innenwände oder Decken schmücken sie mit Stuckarbeiten wie Gesimsen, Rosetten oder Säulenkapitellen. Sie arbeiten nicht nur an Neubauten mit, sondern renovieren und restaurieren auch Altbauten und können in der Denkmalpflege tätig sein. Stuckateure/Stuckateurinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Betrieben des Stuckateurhandwerks: in industriellen Ausbaubetrieben im Fassaden- und Trockenbau Sie arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien und in Gebäuden.

Quelle: www.berufenet.de

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