Traumberufe im Kreis Soest und Lippstadt

Stuckateur

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Der Künstler unter den Bauberufen: 
Stuckateure sind wahre Allrounder

Architekt Christian Them (Foto) hat den Soester Betrieb vor sieben Jahren von Karl Weber übernommen und führt ihn seitdem gemeinsam mit Stuckateurmeister Jürgen Steimann. Foto: Bender
Von Gabi Bender

Stuckateure arbeiten an Decken, Wänden und Fußböden, sie gestalten komplette Außenfassaden und bringen Wärmedämmverbundsysteme an. „Stuckateure sind wahre Allrounder“, sagt Karl Weber, „es gibt kaum ein Bauteil, bei dem ein Stuckateur nicht tätig werden kann.“ Und der Stuckateurmeister muss es wissen, denn er hat sich vor rund 40 Jahren selbstständig gemacht und war 28 Jahre Innungsobermeister.

Die Nachfrage nach reinen Stuckarbeiten, die dem Stuckateur seinerzeit ihren Namen gegeben haben, ist im Laufe der vergangenen Jahrzehnte allerdings immer weiter zurückgegangen. „Sie sind zwar das i-Tüpfelchen – sowohl im Außenbereich auch im Innenbereich – machen aber derzeit vielleicht noch zwei bis drei Prozent der Tätigkeiten aus“, sagt der 69-Jährige.

Für ihn sind Stuckateure die Künstler unter den Bauberufen. Und sie dürfen sich schon während der Ausbildung über ein beeindruckendes Gehalt freuen. „Die Ausbildungsvergütung eines Stuckateur-Azubis liegt im ersten Ausbildungsjahr bei 850 Euro, im zweiten bei 1200 Euro und im dritten bei 1475 Euro und ist damit eine der höchsten im Handwerk.“

Das Gehalt kann sich sehen lassen. Und was sollten angehende Stuckateure dafür am besten mitbringen? „Es ist schon ganz sinnvoll, wenn die Bewerber mit Zahlen umgehen können und sich etwas mit Mathe auskennen“, so Karl Weber. Außerdem sollten sie ein bisschen Kreativität mitbringen. „Alles Weitere kann dem Nachwuchs im Rahmen der Ausbildung vermittelt werden.“

Während der Ausbildung wenig Zeit im Betrieb

Geeignet ist der Beruf für männliche als auch für weibliche Nachwuchskräfte. Dennoch sind die Stuckateurinnen noch deutlich in der Minderheit. „Ich habe 26 Jahre lang die Prüfung der Stuckateure bei der Meisterschule in Arnsberg abgenommen und da waren schon einige Frauen dabei, die ihren Meister gemacht haben“, erinnert sich der Schallerner. Das habe sich in den vergangenen Jahren weiter verstärkt. Häufig seien Stuckateurmeisterinnen in Familienbetrieben zu finden, bei denen kein männlicher Nachfolger vorhanden ist.

„Künftige Stuckateure sind während ihrer Ausbildung allerdings nicht wirklich oft im Betrieb“, hat Architekt Christian Them festgestellt, der das von Karl Weber 1981 gegründete Unternehmen Weber Stuck & Putz GmbH vor sieben Jahren übernommen hat und seitdem gemeinsam mit Stuckateurmeister Jürgen Steimann führt. Die geringe Anwesenheit im Betrieb bedauert auch der frühere Geschäftsführer. „Ich hätte die Auszubildenden gerne länger im Betrieb gehabt, um ihnen in dieser Zeit mehr über die Tätigkeiten eines Stuckateurs beibringen zu können“, sagt Karl Weber und rechnet vor. „Im ersten Ausbildungsjahr ist der Nachwuchs allein 20 Wochen im Berufsbildungszentrum und 15 Wochen in der Berufsschule. Und in den weiteren zwei Ausbildungsjahren sind die außerbetrieblichen Ausbildungszeiten ähnlich hoch.“

Nach der Ausbildung bleibt der Geselle mit reichlich Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten weiter im Betrieb oder entscheidet sich dafür, sich weiter fortzubilden.

Stuckateurmeister Karl Weber war 28 Jahre lang Innungs-Obermeister. Foto: Gabi Bender

Meister machen, Architekturstudium dranhängen oder zum Restaurator ausbilden lassen – die Möglichkeiten sind vielfältig. „Wir freuen uns immer, wenn die fertigen Gesellen weiter in unserem Betrieb arbeiten“, sagt Christian Them. Gemeinsam mit dem Weber-Team, zu dem derzeit 25 Mitarbeiter und zwei Auszubildende gehören, geht’s dann auf die Baustelle. Bei der es auch mal hoch hinaus geht – wie beispielsweise auf den Schokoladenturm der SchokoWelt von Peters – für Naschkatzen wohl das heimliche Wahrzeichen von Lippstadt. Die verschnörkelte Fassade haben die Soester Stuckateure nach den Vorlagen und Wünschen des Unternehmens gestaltet.

Alle Informationen zum Ausbildungsberuf Stuckateur (m/w/d) findest du in der Sonderveröffentlichung deiner Tageszeitung, als Podcast und in der Radio-Sondersendung. Alle Erscheinungstermine im Überblick

„Die Ausbildungsvergütung eines Stuckateur-Azubis liegt im ersten Ausbildungsjahr bei 850 Euro, im zweiten bei 1200 Euro und im dritten bei 1475 Euro und ist damit eine der höchsten im Handwerk.”

Karl Weber

Weber Stuck & Putz GmbH

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Drei gute Gründe

… für eine Ausbildung zum/zur Stuckateur/in nennt Uwe Kückelheim, Obermeister der Stuckateur-Innung Hellweg-Lippe:

1. Der Beruf ist ein kreatives Handwerk und äußerst abwechslungsreich. Außerdem ist es einfach ein sehr gutes Gefühl, wenn man am Ende eines Arbeitstages sieht, was man erstellt hat.

2. Der Mythos, dass man in handwerklichen Berufen kein Geld verdient, ist längst überholt. Handwerk hat Zukunft – und als Stuckateur hat man einen guten Lohn – man verdient oftmals mehr als beispielsweise in einem Bürojob.

3. In diesem Beruf ist man kein „Einzelkämpfer“, sondern arbeitet im Team, Hand in Hand. Das schafft nicht nur eine gute Atmosphäre im beruflichen Alltag, sondern es entstehen häufig auch freundschaftliche Kontakte, die außerhalb der Arbeitszeiten bestehen.

Uwe Kückelheim, Obermeister der Stuckateur-Innung Hellweg-Lippe, weiß: Als Stuckateur kann man oftmals mehr Geld verdienen als etwa in einem Bürojob.

Der Beruf des Stuckateurs in Kürze

 

Stuckateure und Stuckateurinnen geben Häusern und Räumen ihr individuelles Aussehen, sei es im Innenausbau oder bei der Arbeit an der Fassade. Sie verputzen Rohbauten, bauen leichte Trennwände aus Metallprofilen und Gipskartonplatten ein, montieren Fertigteildecken und -wände oder Fassadenverkleidungen. Dabei bringen sie auch Dämmmaterialien zum Schallschutz oder zur Wärmedämmung an. Fassaden und teilweise auch Innenwände oder Decken schmücken sie mit Stuckarbeiten wie Gesimsen, Rosetten oder Säulenkapitellen. Sie arbeiten nicht nur an Neubauten mit, sondern renovieren und restaurieren auch Altbauten und können in der Denkmalpflege tätig sein. Stuckateure/Stuckateurinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Betrieben des Stuckateurhandwerks: in industriellen Ausbaubetrieben im Fassaden- und Trockenbau Sie arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien und in Gebäuden.

Quelle: www.berufenet.de

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbbildungsdauer:
3,5 Jahre

Vergütung monatlich:

850 € im 1. Lehrjahr
1200 € im 2. Lehrjahr
1475 € im 3. Lehrjahr
1580 € im 4. Lehrjahr

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2018

6

Berufsschulstandort:

Gelsenkirchen

Weitere Zahlen:
Aktuell hat die „Stuckateur-Innung Hellweg-Lippe“ 21 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen. Die Betriebe bilden aktuell 9 junge Menschen aus.

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