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Traumberufe in Unna

Ausbildung Tischler

(m/w/d)

Das Tischler-Handwerk

präsentiert von

Sparkasse Hamm
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Für Tischlermeister Stefan Dettmann ist die Arbeit mit dem Werkstoff Holz sein Traumberuf. Diese Begeisterung gibt er in seinem Betrieb auch an den Nachwuchs weiter. Foto: Starb

Viel Abwechslung rund um den Werkstoff Holz

Für Tischlermeister Stefan Dettmann ist die Ausbildung des Handwerknachwuchses eine Selbstverständlichkeit

Kamen. Junge Menschen auf deren ersten Schritten im Arbeitsleben zu begleiten und ihnen das Wissen seines Handwerkes zu vermitteln, ist für Stefan Dettmann eine Selbstverständlichkeit. In der Regel beschäftigt er in seiner Kamener Tischlerei zwei Auszubildende pro Jahrgang, die dort ihren Weg in einem abwechslungsreichen Beruf beginnen. „Ich finde es weiterhin wichtig, junge Menschen auszubildenden und mache es immer gerne“, erläutert der Tischlermeister.

An diesem Standpunkt rüttelt auch nicht, dass die Suche nach dem passenden Nachwuchs im Laufe der Jahre nicht unbedingt einfacher geworden ist. Die Herausforderung, der sich die Handwerksbranchen bei der Suche nach Auszubildenden gegenübersehen, kennt auch Dettmann, er schwört insbesondere auf Praktika, um sich einen Eindruck von den potenziellen Nachwuchskräften zu machen. „Am liebsten sind mir mehrere Wochen. Wenn es nur ein oder zwei Tage sind, ist es zu kurz.“

„Es gibt viel zu beachten im Entwicklungsprozess”

Denn diese Zeitspanne reicht ebenso wenig aus, um sich einen guten Eindruck von den Praktikanten zu verschaffen, wie sie auch nicht ausreicht, um die Vielseitigkeit des Berufes zu zeigen. Treppenbau, die Aufarbeitung von alten Möbeln, das Verlegen von Parkett oder auch das Anfertigen von Möbeln ganz nach Kundenwunsch – es ist nur ein kleiner Auszug aus der Vielfalt an Aufgaben, die der Beruf mit sich bringt und die in der Kamener Tischlerei zum Arbeitsalltag gehören.

„Wir sind sehr gut ausgestattet und können entsprechend viel umsetzen. Das kommt auch den Auszubildenden zugute“, erklärt Dettmann. Denn die vielseitige Ausrichtung des Betriebs sorgt zwangsläufig dafür, dass sich der Nachwuchs mit den einzelnen Bereichen beschäftigt und so die Möglichkeiten des Werkstoffes „Holz“ kennenlernt. Mal geschieht dies ganz nach dem individuellen Wunsch der Kunden bei der Fertigung von Einzelstücken, dann wieder in größerer Stückzahl bei der Einrichtung von Objekten.

Hilfe gibt es dabei von den erfahrenden Kollegen, Philip Dettmann, Sohn des Inhabers, hat dann noch einmal ein besonderes Auge auf die Entwicklung. Bei Bedarf, beispielsweise im Vorfeld der Zwischen- und Gesellenprüfung, wird sich die nötige Zeit genommen, um die jungen Kollegen bestmöglich vorzubereiten. „Wir achten darauf, dass unsere Azubis früh genug mit ihren Vorbereitungen für die Gesellenstücke anfangen. Das ist ein Prozess, bei dem man nicht zu spät anfangen sollte, damit es am Ende nicht zu knapp wird“, erläutert Stefan Dettmann.

Denn beachten gibt es viel und der Entwicklungsprozess bis zu einem fertigen Meisterstück ist lang. Von der ersten Idee, über die noch handgezeichneten Skizzen bis zur eigentlichen Handwerksarbeit braucht es Zeit. Die Erfahrung der Kollegen, vor allem im Hinblick auf die Machbarkeit der ersten Idee hilft dann weiter.

„Es ist natürlich unser Anliegen, den Nachwuchs so gut wie möglich auszubilden.“

Bedeutet dieses Engagement auch Mehrarbeit zu den eigentlichen Aufgaben des Arbeitstages, so investieren Stefan Dettmann und sein Team diese Zeit gerne. „Es ist natürlich unser Anliegen, den Nachwuchs so gut wie möglich auszubilden.“

Mit Stolz blickt der Firmenchef dann auch auf die Arbeiten, die als Gesellenstück entstehen. „Die Stücke werden ausgestellt und dann ist es schon schön, wenn die Leute sehen, was unsere Auszubildenden geschaffen haben“, berichtet er. Bei der Ausstellung bleibt es oft aber nicht, denn die besten Gesellenstücke werden prämiert – zunächst in der Region, je nach Erfolg dann sogar auf Bundesebene. Schreibtische oder Vitrinen, das sind derzeit die Renner, der kleine Beistelltisch hat eher die Außenseiterrolle inne.

In Situationen wie diesen kommt den Nachwuchskräften wieder die Vielfalt des Betriebes zugute, die im Laufe der Jahre Schritt für Schritt entstand. Im März 1997, zwei Jahre nach dem eigenen Meistertitel, wagte Stefan Dettmann den Schritt hin zu einem eigenen Betrieb. Über die Betriebsvermittlungsbörse fand der Dortmunder eine kleine Tischlerei in Kamen, die Keimzelle des heutigen Unternehmens. „Von der Ausstattung her war eher wie eine Schreinerei von 1914, das alles ist mit der Zeit gewachsen“, blickt der Tischlermeister zurück. Sein Vorgänger blieb zunächst mit im Betrieb, dessen Frau half bei der Buchführung – mehr Mitarbeiter*Innen gab es noch nicht.

Doch wie die Ausstattung wuchs auch die Tischlerei. Heute sind es 25 Mitarbeiter*Innen, unter ihnen die sechs Auszubildenden. Und ihnen sollen noch vielen weitere Jahrgänge folgen.

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3 gute Gründe

Obermeister Schwienhorst

Matthias Ernst – Obermeister Tischler-Innung Unna

Herr Ernst, warum empfehlen Sie eine Ausbildung zum Tischler?

Ernst: „Weil der Tischlerberuf für mich der beste Beruf ist. Ich finde, es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf, was zum Beispiel die Arbeiten auf den verschiedenen Baustellen angeht. Dazu kommt auch noch die Vielzahl an weiteren Materialien, von Aluminium über Kunststoff bis Glas, mit denen wir zusätzlich zum Holz auch arbeiten, die immer wieder etwas Neues bieten.“

Das klingt spannend. Welche Fähigkeiten sollten die Menschen mitbringen, wenn sie Tischler werden wollen?

Ernst: „Gut ist natürlich ein technisches Verständnis und die Vorstellungsgabe für die Umsetzung dreidimensionaler Modelle. Wichtig ist dabei auch, dass ein Abschluss nach der zehnten Klasse vollkommen ausreicht.“

Was sind die Hauptaufgaben eines Tischlers?

Ernst: „Das kommt natürlich auf den Betrieb an. Die meisten Betriebe sind entweder in der Bautischlerei oder der Möbeltischlerei tätig. Da gibt es dann viele Spezialisierungen, zum Beispiel auf den Treppenbau, andere Betriebe stellen möglicherweise hauptsächlich Schränke her.“

Die fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

 

Vergütung monatlich:

680 € im 1. Lehrjahr
790 € im 2. Lehrjahr
880 € im 3. Lehrjahr

 

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2020 in der Innung Unna

24 (1. Lehrjahr) / 68 insgesamt

 

Berufsschulstandort:

Werne

 

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die „Tischler-Innung Unna“ 59 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen.

 

Der Beruf in aller Kürze

 

Ein Tischler baut Möbel, Inneneinrichtungen, Fenster, Türen sowie Messe- und Ladeneinrichtungen. Oft handelt es sich bei den Werkstücken um Einzelanfertigungen. Er arbeitet mit modernen, teilweise computergesteuerten Maschinen. Aber auch die Grundfertigkeiten Sägen, Hobeln, Schleifen und die Behandlung von Holzoberflächen müssen beherrscht werden. Tischler bauen verschiedenen Erzeugnisse und reparieren beschädigte Möbel und andere Einrichtungsgegenstände.

 

Weitere Infos zur Ausbildung unter www.tischler-nrw.de.

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