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Tischler

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Der Werkstoff Holz wird sehr geschätzt: Tischler fertigen individuelle Möbel und maßgeschneiderte Raumsparlösungen

Tischlermeister Christoph Buckemüller schaut dem Auszubildenden Sven Löbbecke zu, während er einen Teil eines Tisches ölt. Foto: Bender
Von Gabi Bender

„Sind Sie eigentlich Schreiner oder Tischler?“ Diese Frage hört Christoph Buckemüller regelmäßig. Dabei bezeichnen beide Begriffe denselben Beruf. „In Süddeutschland bis hin zu Teilen des Ruhrgebiet ist Schreiner die gängige Bezeichnung, in Nord-, West- und Ostdeutschland dagegen Tischler“, erklärt der Inhaber der Tischlerei Buckemüller.

Über 20 Jahre ist es mittlerweile her, dass der Bad Sassendorfer selbst seine dreijährige Ausbildung zum Tischler absolviert hat. Seit 2006 hat er seinen Meisterbrief in der Tasche und führt mittlerweile einen erfolgreichen Handwerksbetrieb, in dem er selbst angehende Tischler ausbildet.

„Zu meiner Lehrzeit galt: bloß kein Ast rein, denn das mögen die Kunden nicht“, erinnert sich Christoph Buckemüller. „Heute dagegen wird ganz gezielt nachgefragt, wo denn die Äste sind.“ Die Kunden können sich das Holz auch direkt anschauen und auf Wunsch sogar entscheiden, wo bei ihrem maßangefertigten Möbelstück welcher Ast zu sehen sein soll. Aber das ist nicht das einzige, was sich in den vergangenen Jahren verändert hat.

Die Kunden interessieren sich viel mehr für das Holz und woher es kommt. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr und wir können den Kunden sogar in den meisten Fällen genau sagen, der Baum hat genau dort gestanden und ist so und so viele Jahre alt geworden.“ Diesen Respekt vor dem Werkstoff Holz versucht Christoph Buckemüller auch den Azubis mit auf den Weg zu geben.

Mitbringen sollten diese aber auch etwas. „Wichtig ist uns in erster Linie, dass die Interessenten den Willen und auch Lust darauf haben, Tischler zu werden.“ Darüber hinaus seien räumliches Vorstellungsvermögen, eigenständiges Arbeiten und Teamfähigkeit wichtig. „Eine gute Note in Mathe ist auch gut, aber wir gehen nicht stumpf nach Noten, denn wir hatten auch schon den Fall, dass die Noten des Abschlusszeugnisses nicht gut waren, der Azubi aber die Ausbildung mit Auszeichnung absolviert hat.“

Auch wenn in den Berufsschulklassen derzeit nur rund ein Zehntel der angehenden Tischler weiblich ist, ist der Job für jedes Geschlecht gut geeignet. Zumal der Werkstoff sehr interessant ist und viel Gestaltungsmöglichkeiten bietet. „Von der Holzauswahl bis zur Oberflächengestaltung – da kann man schon noch den Dingen seinen eignen Stempel aufdrücken“, weiß der Tischlermeister.

Die Arbeit bei der Tischlerei Buckemüller lässt sich grob in zwei Bereiche einteilen. 

Der Auszubildende Tobias Simon bespricht mit dem Gesellen Philipp Junker die Aufteilung der Schrankgriffe. Foto: Bender

Der erste Bereich, auf den der Betrieb seinen Fokus legt, ist der Innenausbau und die Möbeltischlerei. „Wir entwickeln beispielsweise Raumsparlösungen, bauen maßgeschneiderte Möbelstücke aller Art wie Tische, Einbauschränke, Sideboards, Garderoben und Küchen“, erklärt Christoph Buckemüller. Im Rahmen der Bautischlerei bauen die Mitarbeiter Produkte ein, die sie nicht selbst angefertigt haben wie beispielsweise Fenster oder Zimmertüren von anderen Herstellern.

„Dabei ist es besonders bei den individuellen Möbelstücken und den maßgeschneiderten Raumsparlösungen immer ein tolles Gefühl, wenn man sieht, wie sich der Kunde darüber freut, wenn sie stehen beziehungsweise eingebaut sind.”

“Von der Holzauswahl bis zur Oberflächengestaltung – da kann man schon noch den Dingen seinen eignen Stempel aufdrücken”

Christoph Buckemüller

Tischlerei Buckemüller

Zu rund 70 Prozent kommt bei der Bad Sassendorfer Tischlerei Eiche unter die Säge. Auch Buche, Esche und viele weitere Hölzer werden bei Buckemüller verarbeitet. „Theoretisch haben wir alle Hölzer im Einsatz, wobei der Trend in den vergangenen Jahren deutlich in Richtung europäische Hölzer geht.“ Früher sei eher geschaut worden, wie das Holz aussehe, jetzt werde gefragt, wo kommt es her. „Wobei es kein Trend ist, weil es die Leute schick finden, sondern dahinter steht eine andere Einstellung.“ Eine Einstellung, die zeigt, dass sich die Menschen mehr Gedanken über den Werkstoff Holz machen. Und diese Wertschätzung kommt auch den Tischlern zugute, denn nicht nur ihr Werkstoff, sondern auch ihre Arbeit wird mehr wertgeschätzt.

Nach der Ausbildung freut sich wohl jeder Handwerksmeister, wenn der fertige Geselle noch weiter im Betrieb bleibt, wobei auch die Aufstiegschancen für viele interessant sind.

Manche hängen den Techniker oder Meister dran, andere studieren – zum Beispiel Raumplanung, Ingenieurwesen, Innenarchitektur oder Design – und nicht wenige bleiben dabei dem Werkstoff Holz treu.

Alle Informationen zum Ausbildungsberuf Tischler/in (m/w/d) findest du in der Sonderveröffentlichung deiner Tageszeitung, als Podcast und in der Radio-Sondersendung. Alle Erscheinungstermine im Überblick

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Christian Schuster, Obermeister der Tischler-Innung Soest-Lippstadt.

Drei gute Gründe

… für eine Ausbildung zum/zur Tischler/in nennt Christian Schuster, Obermeister der Tischler-Innung Soest-Lippstadt

1. Unser großer Mehrwert gegenüber vielen anderen Berufen ist, dass wir Tischler am Ende eines jeden Arbeitstages sehen, was wir erschaffen haben, und dies sogar anfassen können. Das macht zufrieden und stolz. Jeden Tag aufs Neue. Das Tischlerhandwerk bietet tolle Spezialisierungs- und Karrieremöglichkeiten. Kein Wunder, dass es zu den beliebtesten Handwerksberufen zählt und viele Tischlerinnen und Tischler von sich sagen, dass sie den schönsten Beruf der Welt ausüben! .

2. Das Tischlerhandwerk ist nachhaltig und trägt dazu bei, das Klima zu schonen: Denn Tischlerinnen und Tischler fertigen keine Wegwerfprodukte, sondern Möbel, Einrichtungen, Türen, Fenster und Treppen von hoher Qualität, die auf eine lange Lebensdauer ausgelegt sind und oftmals sogar von Generation zu Generation weitergegeben werden können.

3. Wer Tischlerin oder Tischler wird, erlernt einen kreativen Beruf, der sehr viele Facetten hat. Der natürliche und angenehme Werkstoff Holz ist unser wichtigstes Arbeitsmaterial. Tischler sorgen dafür, dass sich Menschen in ihrem Zuhause wohler fühlen – und auch in anderen Bereichen: Tischlerinnen und Tischler gestalten Wohnungen und Häuser, Einrichtungen für Praxen, Läden, Yachten, Ausstellungen und vieles mehr – sie tragen dazu bei, die Umwelt ein Stück weit schöner und komfortabler zu gestalten.

Die Fakten zur Ausbildung

Ausbbildungsdauer:
3 Jahre

Vergütung monatlich:

650 € im 1. Lehrjahr
760 € im 2. Lehrjahr
850 € im 3. Lehrjahr
(ab 2020 in jedem Ausbildungsjahr plus 30 Euro)

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2019

35

Berufsschulstandort:

Soest

Weitere Zahlen:
Aktuell hat die „Tischler-Innung Soest-Lippstadt“ 102 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen. Die Betriebe bilden zurzeit 95 junge Menschen aus.

Der Beruf in Kürze

 

Ein Tischler baut Möbel, Inneneinrichtungen, Fenster, Türen sowie Messe- und Ladeneinrichtungen. Oft handelt es sich bei den Werkstücken um Einzelanfertigungen. Er arbeitet mit modernen, teilweise computergesteuerten Maschinen. Aber auch die Grundfertigkeiten Sägen, Hobeln, Schleifen und die Behandlung von Holzoberflächen müssen beherrscht werden. Tischler bauen verschiedenen Erzeugnisse und reparieren beschädigte Möbel und andere Einrichtungsgegenstände.

Weitere Infos zur Ausbildung unter www.tischler-nrw.de

Gute Adressen

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