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Traumberufe in Soest

Zimmerer

(m/w/d)

Ausbildung zum Zimmerer

präsentiert von

Sparkasse Hamm
Tischlerei Zimmermann in Hamm
Azubi Dannan Franz Nowotny (rechts) und Inhaber Thomas Gutwin befestigen gemeinsam die Schalung eines Dachstuhls mit einem Druckluftschießer.

„Ich liebe die Freiheit, kreativ sein zu können“

Zimmerer- und Dachdeckermeister Thomas Gutwin bietet Handwerkstradition mit Leidenschaft

Ob Dachgauben oder Dachstühle, Carports oder Terrassenüberdachungen, Fachwerkhäuser oder Holzhäuser – das engagierte Team der Zimmerei und Dachdeckerei Gutwin setzt vielfältige Projekte um. Auch Trockenbauarbeiten, Wärmedämmungen von Dächern und Fassaden sowie Schimmelsanierungen inklusive des Erstellens von Gutachten gehören zum Leistungsspektrum.

Dass dieses so umfangreich ist, liegt in erster Linie am Engagement und Interesse des Firmengründers Thomas Gutwin. Der Soester hat 1989 seine Zimmererlehre beendet und 2001 seinen Zimmerermeister gemacht. Seinen zweiten Meisterbrief sicherte er sich nur vier Jahre später – dieses Mal im Dachdeckerhandwerk.

Im Jahr 2007 legte er die Prüfung zum Gebäudeenergieberater HWK ab – als einer der Besten in ganz Nordrhein-Westfalen. Außerdem ist der Unternehmer Fachkraft für die Sanierung von Feuchteschäden und Schimmel sowie Energieeffizienz-Experte (DENA, KfW). Seit März dieses Jahres darf er sich außerdem Gebäudeenergieberater im Baudenkmal nennen.

Derzeit macht Thomas Gutwin eine Zusatzausbildung zum Restaurator im Zimmererhandwerk. Die Lehrinhalte beinhalten unter anderem Kunst- und Kulturgeschichte, Werk- und Baustoffkunde sowie Bestandsaufnahme und Dokumentation. Ebenso werden in der Fortbildung die notwendigen Kenntnisse zu Denkmalschutz, Denkmalpflege, zum öffentlichen und privaten Recht und zur Bauphysik vermittelt. Den fachrichtungsübergreifenden Teil hat er bereits absolviert, so dass ihn jetzt nur noch die Facharbeit von der Auszeichnung trennt.

„Ich brenne einfach für meinen Beruf und möchte so viel wie möglich lernen“, sagt der Zimmerer- und Dachdeckermeister. Und das ist es auch, was er von den Leuten erwartet, die bei ihm anfangen möchten – ob als Auszubildende oder als Gesellen. „Mitbringen sollten Interessenten daher Lust und Spaß an der Arbeit und eine große Portion Neugier und Wissbegierde. Ich wünsche mir, dass sie Dinge hinterfragen und dass sie lernen und verstehen wollen.“

Tischlerei Zimmermann in Hamm
Zimmerer- und Dachdeckermeister Thomas Gutwin bestückt seinen Dachdeckerschrägaufzug mit Dachlatten.

„Alles andere kann man lernen“

Wer sich bei dem Zimmerer- und Dachdeckermeister bewerben möchte, sollte außerdem schwindelfrei sein. „Alles andere kann man lernen“, sagt der Soester mit einem Schmunzeln. Mit den Grundrechenarten käme man schon gut klar. Bei angehenden Zimmerern kommen während der Ausbildung noch Winkelfunktionen hinzu, künftige Dachdecker werden in Flächenberechnungen fit gemacht.

2014 ist der Handwerksbetrieb von Ense nach Soest-Röllingsen umgezogen. Mittlerweile besteht das Team um Thomas Gutwin aus sechs Mitarbeitern. Darunter seine Frau Wibke, die für ihn das Büro organisiert und ihm damit den Rücken freihält.  Regelmäßig machen Wandergesellen bei dem Familienbetrieb Station und wohnen während ihres oft mehrwöchigen Aufenthalts in dem früheren Bauernhof, der seit sieben Jahren der Firmensitz ist.

„Zurzeit haben wir fünf Wandergesellen“, erzählt Thomas Gutwin. „Da wir seit Jahren regelmäßig Wandergesellen beherbergen, hat sich das herumgesprochen und so kommen sie inzwischen aus ganz Deutschland.“ Auch aus Frankreich waren schon Wandergesellen bei den Gutwins und haben dort nicht nur gewohnt, sondern auch tatkräftig mitangepackt und Erfahrungen gesammelt.

Und lernen kann man bei der Zimmerei und Dachdeckerei Gutwin jede Menge. Und auch gut und gerne über den Tellerrand hinausblicken. „Ich liebe die Freiheit, kreativ sein zu können“, sagt Thomas Gutwin. „Wenn man beispielsweise ein Carport bauen soll, aber dafür nur eine geringe Fläche und begrenzte Möglichkeiten hat, dann muss man sich schon etwas einfallen lassen.“ Vor einiger Zeit hat das Team ein komplettes Holzhaus mit Büffelwinden um rund 20 cm angehoben, weil auf der untersten Ebene ein Balken weggefault war, der ausgetauscht werden musste.

Geeignet ist der Beruf seiner Erfahrung nach für Interessenten jedes Geschlechts. Denn für die großen Gewichte, die früher bewegt werden musste, stehen den Mitarbeitern heute verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung wie beispielsweise Kräne mit sogenannten Laufkatzen.

Informationen zu deinem Traumberuf

3 gute Gründe

Obermeister Schwienhorst

Friedrich Korte, Obermeister der Zimmerer-Innung Hellweg-Lippe

Herr Korte, warum empfehlen Sie eine Ausbildung zum Zimmerer?

Korte: „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und daher wird das Bauen mit Holz aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Ökologie immer wichtiger. Außerdem ist Zimmerer ein attraktiver Beruf, der sich immer weiterentwickelt.”

Das klingt spannend. Welche Fähigkeiten sollten die Menschen mitbringen, wenn sie Zimmerer?

Korte: „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und daher wird das Bauen mit Holz aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Ökologie immer wichtiger. Außerdem ist Zimmerer ein attraktiver Beruf, der sich immer weiterentwickelt.“

Was sind die Hauptaufgaben eines Zimmerer?

Korte: „Die Hauptaufgaben sind das Bauen von Fertighäusern und weiteren Häusern sowie Dachstühlen. Außerdem bauen Zimmerer Carports und übernehmen Fachwerksanierungen und Umbauten.“

 

Friedrich Korte

Östingstraße 31, 59063 Hamm

Tel. 02381 57026

 

Die fakten zur Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

 

Vergütung monatlich:

890 € im 1. Lehrjahr
1.230 € im 2. Lehrjahr
1.495 € im 3. Lehrjahr

 

Abgeschlosssene Ausbildungsverträge
in 2020

19 (1. Lehrjahr) 

 

Berufsschulstandort:

Unterstufe:Lippstadt und Soest

Später: Dortmund und Meschede

 

Weitere Zahlen:

Aktuell hat die „Zimmerer-Innung Hellweg-Lippe“ 36 Mitgliedsbetriebe in ihren Reihen. Die Betriebe bilden derzeit 42 junge Menschen aus.

 

Der Beruf in aller Kürze

 

Zimmerer/innen stellen Holzkonstruktionen, Holzhäuser und Dachstühle her, bauen vorgefertigte Bauteile, Dämmstoffe und Bauelemente ein. Auch errichten sie Fachwerkkonstruktionen und Fertighäuser. Außerdem modernisieren, sanieren und restaurieren sie Dachstühle, Altbauten und andere Gebäudeteile aus Holz.
Das Bauen mit dem natürlich nachwachsenden Baustoff Holz liegt im Trend und ist nachhaltig!

Noch mehr Infos:

Ausbildungs-Coach Dietmar Stemann, Ausbildungscoach bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, steht für weitere Fragen zur Berufsausbildung am Montag, 31. Mai, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr unter der Rufnummer 02921 892-226 zur Verfügung.

Außerdem lohnt sich ein Blick in die neue App PASST! der Kreishandwerkerschaft.

 

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